Mi, 17. Oktober 2018

Rettungsgassen-Video

29.11.2017 11:48

Jetzt spricht der Zeuge des illegalen Manövers

Nicht tatenlos mit ansehen konnte ein Lkw-Fahrer Montagfrüh das illegale und gefährliche Treiben einer Postangestellten in einer Rettungsgasse auf der Tauernautobahn in Salzburg. Wie berichtet, hatte der Berufschauffeur die Frau dabei gefilmt, wie sie im gelben Dienstauto in der Rettungsgasse einfach umdrehte und gegen die Fahrtrichtung zurück zur nächsten Ausfahrt fuhr. Nun wurden weitere Details rund um das waghalsige Manöver bekannt.

Der Zeuge der unrühmlichen Szenen hatte das Verhalten der Postlerin Montagfrüh per Handy auf Video festgehalten. "Für mich ging es dabei keineswegs um Bereicherung oder dergleichen in irgendeiner Art, ich wollte einfach auf die Gefahren, die ein solches Manöver mit sich bringt, aufmerksam machen", erklärte er seine Beweggründe für die Filmaufnahmen gegenüber krone.at.

Nach Unfall Stau im Frühverkehr
Was war passiert? Gegen 7.30 Uhr war der Berufskraftfahrer - er möchte anonym bleiben - nach der Ausfahrt Pfarrwerfen in einen Stau geraten, da es kurz zuvor in Fahrtrichtung Salzburg zu einem Unfall gekommen war. Wenig später kam es dann zu besagten Szenen. Die Lenkerin des Postautos begann nach kurzem, aber wildem Gestikulieren, mitten in der Rettungsgasse zu wenden, und musste aufgrund der Enge mehrmals reversieren.

Fahrer versuchte noch, Weg zu versperren
"Ich habe meinen Lkw noch nach links gelenkt, um ihr den Weg aus der Rettungsgasse abzusperren", berichtete der Lkw-Fahrer. Zudem habe er mehrmals gehupt, um die Postlerin auf ihren Fehler aufmerksam zu machen. "Ich dachte, sie würde auf meine Warnsignale reagieren und stehen bleiben." Doch der Berufschauffeur sollte sich täuschen.

Der Postangestellten gelang es schließlich, ihren Wagen komplett zu wenden. Dann sei sie entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse zurückgefahren, so der Berufschauffeur. "Das war irre", sagt er. Bei der Ausfahrt Pfarrwerfen fuhr die Frau dann schließlich von der Autobahn ab.

Das illegale Wendemanöver hat für die Angestellte polizeiliche Konsequenzen: So muss die Fahrerin mit einer Strafanzeige rechnen und wohl auch für längere Zeit den Führerschein abgeben. Ebenso steht eine mögliche Geldstrafe im Raum.

Post: "Werden Mitarbeiterin weiterhin einsetzen"
Ihren Job ist die Frau aber nicht los, wie es am Mittwochvormittag auf Nachfrage hieß. "Wir werden die Mitarbeiterin auch weiterhin in unserem Unternehmen einsetzen", so Post-Pressesprecher David Weichselbaum. "In welcher Form sie weiter beschäftigt wird, ist allerdings noch in der Schwebe." Nähere Auskünfte rund um die Causa wolle man nicht geben.

Harald Dragan
Harald Dragan
Christine Steinmetz
Christine Steinmetz

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