Mi, 18. Juli 2018

Flughäfen gesperrt

27.11.2017 14:33

Höchste Vulkan-Warnstufe auf Urlaubsinsel Bali

Nach mehreren Eruptionen des Vulkans Agung auf der indonesischen Ferieninsel Bali haben die Behörden Montagfrüh die höchste Alarmstufe ausgerufen und etwa 100.000 Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig wurde eine Sperrzone im Umkreis von zehn Kilometern eingerichtet. Schon kurz zuvor war der internationale Flughafen auf Bali geschlossen worden - einen Tag nach der Schließung des Airports auf der Nachbarinsel Lombok. Tausende Urlauber sitzen fest.

Behörde: Alles deutet auf größeren Ausbruch hin
Die Anrainer von zwei Dutzend Dörfern rund um den 3031 Meter hohen Vulkan Mount Agung wurden am Montag aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen. Eine Sperrzone im Umkreis von zehn Kilometern zum Feuerberg wurde eingerichtet (siehe Grafik).

Die nationale Behörde für Katastrophenmanagement schrieb auf Facebook, der Ascheausstoß sei gelegentlich begleitet von "explosiven Eruptionen" und einem "schwachen Dröhngeräusch". Nachts würden zunehmend Feuerstrahlen beobachtet. "Das deutet darauf hin, dass die Gefahr eines größeren Ausbruchs imminent ist."

Flugausfälle durch kilometerhohe Aschewolke
Bereits am Sonntag war über dem Vulkan eine vier Kilometer hohe Rauch- und Aschewolke in den Himmel gestiegen, wodurch es zu Flugausfällen und -verspätungen kam. Im Krater trat Magma zutage, sagte der Sprecher der Zivilschutzbehörde, Sutopo Nugroho. "Explosive Eruptionen mit Flammen weisen darauf hin, dass ein Ausbruch bevorstehen könnte."

"Wir versuchen, den Flughafen für die betroffenen Passagiere so angenehm wie möglich zu machen", so der Sprecher. Es gebe spezielle Räume für die Gestrandeten, wo sie ihr Gepäck auspacken könnten und es Videounterhaltung gebe.

140.000 Menschen im September in Sicherheit gebracht
Der Agung war zuletzt 1963 ausgebrochen, etwa 1200 Menschen kamen damals ums Leben. Mitte September war der Vulkan wieder aktiv geworden, die Behörden riefen die höchste Warnstufe aus. 140.000 Menschen im Umkreis des Bergs wurden in Sicherheit gebracht. Ende Oktober nahm die Aktivität des Agung wieder ab, die Warnstufe wurde auf das zweithöchste Level herabgesetzt. Viele Menschen kehrten in ihre Häuser zurück.

Vergangenen Dienstag nahm die Aktivität des Agung dann wieder zu. Die Behörden wiesen Anrainer in einem Umkreis von 7,5 Kilometern an, ihre Häuser zu verlassen - 25.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

Der Vulkan ist einer von mehr als 120 aktiven Feuerbergen in Indonesien, das auf dem Pazifischen Feuerring liegt.

 krone.at
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