Do, 18. Oktober 2018

AUA-Personal klagt:

24.11.2017 19:25

"Ein paar Tage zu lang krank und man ist Job los"

Schwere Vorwürfe erheben Flugbegleiter von Austrian Airlines gegen Vorgesetzte und Management: Von Telefonterror am Sonntag um 6 Uhr in der Früh ist da ebenso die Rede wie von ohne Wissen der Mitarbeiter geänderten Dienstplänen. Und wer nur ein paar Tage zu lang im Krankenstand ist, sei seinen Job ganz schnell los.

"Unsere Crews arbeiten in der Woche bis zu 55 Stunden", weiß Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger. Manchmal wird acht Tage durchgehend geflogen. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, dazu kommt auf der Langstrecke noch die Zeitverschiebung.

Die Freizeit sei daher "heilig", um sich zu erholen. Doch darauf nehme die Dienstplanung keinerlei Rücksicht. "Es ist die Regel, dass an freien Tagen gleich in der Früh das Telefon läutet und man aufgefordert wird, zu fliegen", beklagt eine Mitarbeiterin. Wer nicht sofort reagiert, erhält eine Rückrufnachricht.

Krankenstandstage limitiert?
Noch schwerer wiegt aber ein anderer Vorwurf: Es gebe intern ein Krankenstands-Limit. Wer dieses überschreite, dessen Vertrag werde auch bei einer ansonsten lupenreinen Personalakte nicht verlängert. Stratberger: "Das ist mir auch schon zu Ohren gekommen." Ein AUA-Sprecher: "Wir sind erschüttert und können die Vorwürfe in keinster Art und Weise nachvollziehen."

Patrick Huber, Kronen Zeitung

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