Do, 16. August 2018

Klagenfurt

25.09.2017 20:36

Natur holt sich Teile der Stadt zurück

Kein Jahr ohne Überschwemmungen: In Teilen der Landeshauptstadt stehen nach dem Dauerregen erneut Keller und Äcker unter Wasser. Der Wörthersee ist randvoll, und die Sattnitz ist über die Ufer getreten. Vor allem der Westen der Stadt, der früher ein Sumpfgebiet war, leidet darunter. Wohin mit den Wassermassen?

Seit Jahren steigen die Grundwasserpegel bedrohlich an. "Das Wasser kommt mittlerweile jedes Jahr zumindest einmal bis zum Haus", erklärt Kurt Rovan, Anrainer an der Sattnitz. Die Feuerwehren mussten auch diesmal wieder Dutzende Male ausrücken, um Keller trockenzulegen. Für manche gehört eine Pumpe bereits zum fixen Inventar. Sogar Fundamente seien gefährdet, heißt es.

Die Prognosen entspannen die Lage nicht: Hochwasser sollen in naher Zukunft noch viel häufiger werden, so Klimaexperten. Holt sich die Natur das ehemalige Sumpfgebiet im Westen der Landeshauptstadt zurück? Das will die Stadt verhindern und plant, den Wörtherseeabfluss auszubauen, Grundwasserströme wurden analysiert. Ein Patentrezept gibt es aber nicht.

Während sich Anrainer nasse Füße holen, wird im Sumpfgebiet eine neue Immobilie nach der anderen in die Höhe gezogen. Bei einem aktuellen Projekt stehen bereits zwei von 21 (!) Blöcken. Ein paar Hundert Meter weiter wird ebenfalls gebaggert. Gleich daneben die jüngsten Opfer: Bewohner einer jahrzehntealten Siedlung kämpfen erstmals mit Wasser.

Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann: "Es kam zu Überflutungen von Wohn- und Kellerräumen." Sie und viele andere sehen den Bauboom als Mitgrund für die Überschwemmungen. Erwiesen ist das nicht. Doch Anrainer erwägen Klagen.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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