Es sollte eine nette Runde am Lagerfeuer werden, doch endete mit fünf verletzten Kindern und Jugendlichen. Am Samstagabend kam es in St. Oswald bei Freistadt (OÖ) durch ein unter der Feuerstelle befindliches Kriegsrelikt zu einer Explosion.
Am Samstagabend hatten sich vier Mädchen, ein Bursch und zwei Betreuerinnen der Jugendfeuerwehr-Gruppe Guggenberg in einer Jugendherberge in St. Oswald bei Freistadt um ein Lagerfeuer versammelt. Nachdem das Feuer rund eine Stunde gebrannt hatte, kam es plötzlich zu einer Verpuffung.
„Es hat einen Riesenknall getan“
„Die Betreuer haben mir erzählt, dass es einen Riesenknall getan hat, dann gab es eine Stichflamme und Aschewolke“, schildert Kommandant Georg Hausleitner. Sofort übernahmen die Erwachsenen Löschversuche, setzten die Rettungskette in Gang. Die fünf Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren wurden verletzt und kamen mit der Rettung in den Med Campus IV nach Linz.
Verletzte durften Spital verlassen
Nach der ambulanten Versorgung konnten sie das Spital noch in der gleichen Nacht verlassen. „Die jüngsten Teilnehmer unseres Trainingscamps sind noch am selben Abend nach Hause gefahren. Die restlichen – darunter auch die fünf Verletzten – sind Sonntagmittag zu Hause eingetroffen“, so Hausleitner.
Granate gefunden
Grund für die Explosion dürfte ein unter der Feuerstelle befindliches Kriegsrelikt gewesen sein. Polizisten durchsuchten eine zweite Feuerstelle und stießen dort auf eine Gewehrsprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Entminungsdienst wurde zugezogen und hat das Kriegsrelikt mitgenommen.
Polizei ermittelt
Wie die Kriegsrelikte unter die Feuerstellen gekommen waren, ist Gegenstand von Ermittlungen. Die Betreiber der Jugendherberge waren am Sonntag für keine Stellungnahme erreichbar. Um das Geschehene zu verarbeiten, werden alle Jungfeuerwehr-Leute samt Betreuern in den nächsten Tagen zu einer Nachbesprechung mit dem SvE-Team der Feuerwehr geladen.
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