28.11.2006 11:24 |

NATO-Gipfel in Riga

Beratungen über den Afghanistan-Einsatz

Das Verteidigungsbündnis NATO sucht heute und morgen bei einem Gipfeltreffen in der lettischen Hauptstadt Riga nach einer Lösung für Afghanistan. NATO-Generalsekretär De Hoop Scheffer will um mehr Truppen für den heftig umkämpften Süden des Landes werben. Die von der NATO geführte Internationale Schutztruppe für Afghanistan umfasst derzeit rund 32.000 Mann aus 37 Ländern.

Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel hatte vor dem Gipfel wiederholt deutlich gemacht, dass sie keine Soldaten nach Südafghanistan schicken will. Zudem geht es bei dem Gipfel um die künftige Rolle der NATO, etwa im internationalen Kampf gegen den Terrorismus.

Die USA fordern von den Alliierten, die Einsatzbeschränkungen für ihre Einheiten aufzugeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Jacques Chirac erwarten vom Bündnis mehr Engagement für den zivilen Wiederaufbau in Afghanistan. Der Gipfel in der lettischen Hauptstadt dauert bis zum Mittwoch.

Wenige Stunden vor Beginn des NATO- Gipfeltreffens in Riga forderte US-Präsident George W. Bush die Verbündeten zu einem stärkeren militärischen Engagement und mehr Flexibilität in Afghanistan auf.