Zu einer versuchten Vergewaltigung ist es Sonntagfrüh in Klagenfurt gekommen. Eine 21-Jährige war auf dem Heimweg von einer Großdisco. Um sich dabei sicherer zu fühlen, telefonierte sie mit einer Freundin - die dann live mitanhören musste, wie die junge Frau Opfer einer Sex-Attacke wurde! Die Ermittlungen laufen.
Die 21-Jährige war Sonntag gegen zwei Uhr früh auf der Ebentaler Straße unterwegs, als sie im Bereich der Unterführung von einem Mann angegriffen wurde. Ihre Freundin, die ebenfalls in diesem Bereich nahe der Fischlsiedlung wohnt, hörte alles am Handy mit: "Ich hatte Angst, da sie sich plötzlich nicht mehr meldete. Dann hörte ich sie nur schreien: Ruft die Polizei - Vergewaltigung!"
Chefinspektor Richard Pikl von der Klagenfurter Kriminalpolizei bestätigt den Vorfall, der derzeit als versuchte Vergewaltigung eingestuft wird: "Das Opfer wurde von einem noch unbekannten dunkelhäutigen Mann attackiert. Ihre Schreie und die einer Anrainerin konnten den Täter zum Glück vertreiben."
Die junge Frau wurde bei dem Überfall verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Pikl: "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren." Kritik gibt es aber an der Polizei. Die zuerst einschreitenden Beamten einer Inspektion hätten es nämlich verabsäumt, eine DNA-Spur des Täters zu sichern. Die Klagenfurterin hatte ihren Peiniger gekratzt - unter ihren Fingernägeln wären wohl Hautpartikel zu finden gewesen. Dazu könnte es noch eine polizeiinterne Untersuchung geben, heißt es.
Kerstin Wassermann, Kärntner Krone
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