Grausam
Sprengstoff-Puppe tötet im Irak drei Kinder
Auf einem Busbahnhof im Südosten der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Sonntag kurz hintereinander drei bis vier Autobomben explodiert. Nach ersten Angaben von Augenzeugen und Polizisten starben mindestens zehn Menschen. Bei dem Bombenanschlag in der irakischen Stadt Hilla sind ebenfalls am Sonntag 22 Menschen getötet und 44 verletzt worden.
Bei dem Anschlag auf den Bahnhof sind 54 weitere Iraker verletzt worden. Im Stadtteil Sayuna starben bei einer Sprengstoffattacke zwei weitere Menschen.
In Hilla fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Kleinbus nach Polizeiangaben in die Nähe der wartenden Menschen und sprengte das Fahrzeug in die Luft. "Ich wurde von der Explosion ein paar Meter zur Seite geworfen und konnte minutenlang nichts sehen oder hören", sagte der 30-jährige Mohammed Abbas Khadim. "Überall liefen Menschen umher und suchten nach ihren vermissten Söhnen, Brüdern und Freunden." Einige machten sunnitische Rebellen für den Anschlag verantwortlich. Andere kritisierten, dass die Polizei sich nicht die Mühe mache, Sicherheitsvorkehrungen für Arme und Arbeiter zu treffen.
Hilla liegt 95 Kilometer südlich von Bagdad. Die überwiegend von Schiiten bewohnte Stadt war wiederholt Schauplatz blutiger Anschläge. Im August kamen mindestens zwölf Menschen bei einem Anschlag auf ein Rekrutierungszentrum der Armee ums Leben. Im Februar 2005 wurden bei einem Selbstmord-Anschlag 125 Rekruten der Nationalgarde und der Polizei getötet.
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