24.04.2017 13:57 |

Sprachassistenten

Jeder Vierte hatte schon Sex-Fantasien mit Siri

Geht es nach der IT-Industrie, sind KI-Sprachassistenten für das Smartphone eine zentrale Technologie der Zukunft. Doch Siri, Alexa, Cortana und ähnliche Tools helfen nicht nur bei alltäglichen Dingen, sondern haben noch einen unerwarteten Nebeneffekt: Sie sorgen bei einem Teil der Nutzer für erotische Fantasien.

Das geht aus einer Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts Mindshare hervor, für die 1002 Menschen in Großbritannien zu ihren Nutzungsgewohnheiten in Bezug auf Sprachassistenten befragt wurden.

Mehr als 25 Prozent jener Probanden, die regelmäßig Sprachassistenten nutzen, geben an, schon einmal sexuelle Fantasien mit ihrem Sprachassistenten - sei es nun Siri, Alexa oder Cortana - gehabt zu haben. 37 Prozent der Nutzer solcher Assistenz-Software gaben an, sie wünschten, ihre digitale Assistentin sei ein echter Mensch.

Starke emotionale Bindung zu Assistenz-Apps
Für die Meinungsforscher ist das der Beleg dafür, dass Sprachassistenten stärkere emotionale Bindungen erzeugen als konventionelle Software. Künftig könnte dieser Effekt zunehmen: Im Moment sind die Konversationsfähigkeiten von Sprachassistenten noch überschaubar, meist sind ihnen nur recht einfache Kommandos zumutbar.

In Zukunft sollen sich Unterhaltungen mit Siri und Konsorten aber natürlicher anfühlen - ganz so, als spräche man mit einem echten Menschen. Ist dieser Meilenstein erreicht, sollte die emotionale Bindung an sprechende Computerprogramme weiter zunehmen, glaubt Mindshare.

Überdies werde mit besserer Konversationsleistung die Nutzungshäufigkeit steigen: Schon jetzt geben drei von fünf Befragten an, sie würden Assistenz-Apps häufiger nutzen, wenn diese ihre Kommandos zuverlässiger erkennen und besser darauf antworten könnten.

Assistenz-Apps momentan noch selten im Einsatz
Bis es so weit ist, dass wir uns mit Sprachassistenten ganz normal unterhalten können, dürfte ihre Nutzung aber noch auf niedrigem Niveau bleiben. In der Studie hält die Mehrheit der Befragten momentan nämlich noch nicht allzu viel von Siri, Alexa, Cortana oder Googles Sprachassistent. Ein Achtel gibt an, gar kein Interesse an den Assistenten zu haben, weitere 28 Prozent haben noch nie eine derartige Software genutzt, könnten es sich aber vorstellen. Damit lehnen rund 40 Prozent der Befragten Sprachassistenten ab.

Ihnen gegenüber stehen 23 Prozent der Nutzer, die Siri und ihre Kolleginnen nur ein oder zwei Mal ausprobiert haben, sie also auch nicht aktiv nutzen. Häufig oder gelegentlich, also zumindest einmal pro Woche oder Monat, nutzen 18 bzw. 19 Prozent der Befragten die Sprachassistenten. Dabei nutzen Männer sie tendenziell etwas häufiger als der Durchschnitt und auch bei jungen Nutzern zwischen 18 und 34 sowie besserverdienenden Befragten erfreuen sich künstliche Assistenten etwas größerer Beliebtheit.

 krone.at
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