09.04.2017 08:40 |

Freiwillig für Wien

Gerhard Boigenzahn: Kids-Trainer beim Roten Kreuz

Gerhard Boigenzahn wartet gespannt auf die nächste Kindergartengruppe. "Jeden Moment müssen die Kinder da sein", sagt er, während er die letzten Vorbereitungen für den heutigen Erste-Hilfe-Kurs trifft. Gerhard war früher Techniker. Seit ein paar Jahren ist er in Pension und bringt seither als freiwilliger Kids-Trainer Kindern Erste Hilfe bei. "Ich wollte in der Pension einfach etwas Sinnvolles machen und was ist sinnvoller, als Kindern zu zeigen, wie sie sich selbst und anderen helfen können", sagt er. Mittlerweile haben fast 5.000 Kinder seinen Kurs besucht.

Es ertönen Kinderstimmen. Auf dem Weg ins Übungszimmer durchqueren sie eine Garage, in der zwei Rettungswagen stehen. Beim Anblick der beiden Fahrzeuge sind die Kinder kaum mehr zu halten. Begeistert stürmen sie auf die Autos zu. "Die Rettungsautos sind natürlich immer das Highlight", sagt Gerhard. Heute dürfen die Kinder die großen Autos sogar von innen sehen. Gerhard macht die Schiebetür des Kleinlasters auf und zeigt, was sich darin befindet. Mit weit aufgerissenem Mund hören die Mädchen und Burschen Gerhard zu, als er ihnen Sauerstoffmasken, Defibrillator und die riesige Tragbahre zeigt. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagt ein Mädchen. Nun geht es ins Übungszimmer. Dort erklärt ihnen Gerhard, wie sie sich im Notfall verhalten müssen. Zunächst fragt Gerhard nach der Nummer der Feuerwehr. "122", rufen die Kinder. Die Nummer der Polizei ist schon etwas schwieriger. Aber Gerhard hat eine Eselsbrücke parat: "122, Feuerwehr herbei, 133, das ist die Polizei, 144, die Rettung kommt zu dir". Lachend sprechen die Kinder Gerhard nach.

Begonnen hat Gerhard als Kids-Trainer im Jahr 2013. Dazu musste er einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Zusätzlich hat Gerhard den "Babyfit"-Kurs gemacht. Damit kann er Eltern beraten, wie sie mit Verletzungen ihrer Babys umgehen. Im Schnitt unterrichtet Gerhard zwei Mal die Woche Kindergartenkinder. Heute lernen die Kinder auch, wie sie einen Verband binden und Pflaster richtig anbringen. Jede und jeder darf seiner Sitznachbarin oder seinem Sitznachbarn den Kopf oder die Hand verbinden. "Am besten ist es, die Kinder selbst Hand anlegen zu lassen. So merken sie sich die Dinge besser", sagt Gerhard. "Wir bringen ihnen aber bei, immer die Rettung zu rufen, wenn etwas passiert ist". Nach gut eineinhalb Stunden ist der Kurs vorbei. Die frisch gebackenen Erste-Hilfe-Profis haben aber noch nicht genug und stellen Gerhard unzählige Fragen, die er gerne beantwortet. "Das Schöne daran, Kids-Trainer zu sein, ist ständig von lachenden Kindern umgeben zu sein. Sie geben mir Energie und zaubern auch mir immer ein Lächeln ins Gesicht", sagt Gerhard.

Sie wollen sich auch ehrenamtlich engagieren? Dann besuchen Sie www.freiwillig.wien.at .

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