Als Flüchtling:

Syrischer Schlepper lebte von Mindestsicherung

Burgenland
10.03.2017 14:54

Dramatische Geschichten erzählte ein Syrer, um für sich und seine Familie Asyl in Österreich zu bekommen. Als anerkannter Flüchtling bezog der Arbeitslose pro Monat 2500 Euro auf Kosten des Steuerzahlers. Doch weil ihm das nicht reichte, wurde der 36-Jährige zum Schlepper. Jetzt saß er dafür auf der Anklagebank …

Mit Frau und zwei kleinen Kindern kam Shirko B. aus Syrien nach Österreich. Schilderte dramatische Geschichten von angeblicher Verfolgung und Leid in der Heimat und erhielt schließlich Asyl. Ans Arbeiten dachte der 36-Jährige jedoch nicht, sondern lebte mit seiner Familie von Mindestsicherung, Familienbeihilfe und Kindergeld. Zusammen ergab das immerhin 2520 Euro pro Monat. Ein Betrag, von dem viele rechtschaffene Familien nur träumen können.

Doch das reichte dem 36-Jährigen nicht, und so organisierte er Schlepperfahrten. Als der Kriminelle schließlich ertappt wurde, klickten für ihn die Handschellen: U-Haft!

Vor Gericht in Eisenstadt brach B. dann in Tränen aus, zerfloss förmlich vor Selbstmitleid. "Angesichts der Tatsache, dass Sie Gastrecht genießen, ist Ihr Handeln besonders verwerflich", meinte Richter Wolfgang Rauter zum Angeklagten. Und der Vorsitzende ergänzte allgemein: "Es ist zutiefst empörend, dass hunderte Asylwerber aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, denen Asyl gewährt wird und die vom österreichischen Staat großzügig finanziell unterstützt werden, dann auch noch das Gastrecht missbrauchen und Schlepperei begehen."

Während der Verhandlung stellte sich außerdem heraus, dass ein geladener Zeuge bereits wegen Schlepperei verurteilt wurde. Der Syrer lebt ebenfalls von Sozialhilfe. Zur Einvernahme weiterer Zeugen wurde der Prozess vertagt.

Kronen Zeitung

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