Gewalt statt Liebe

Mann schlägt Freundin mit Axt fast tot

Ausland
11.10.2006 07:42
Ein Mann aus dem deutschen Erlangen hat seine Freundin mit einem Beil fast totgeschlagen, weil sie seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte. Seit Dienstag muss sich der 32-Jährige wegen versuchten Mordes vor dem Gericht verantworten. Zur Tat selbst wollte sich der Angeklagte nicht äußern. Die Frau sagte vor Gericht, sie habe ihrem früheren Freund verziehen.

Die Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft hatten sich im Sommer 2003 kennen gelernt. Ein Jahr später machte der Mann der viereinhalb Jahre jüngeren Frau einen Heiratsantrag. Wiederholt machte sie ihm klar, dass sie sich eingeengt fühle und die Beziehung lösen wolle.

Spaten und Axt in Wagen versteckt
Am 2. Mai 2005 versteckte er der Staatsanwaltschaft zufolge einen Spaten in seinem Wagen und eine Hacke in seinem Rucksack. In der Nähe ihrer Wohnung passte er seine Freundin ab und lockte sie auf einen Parkplatz. Dort schlug er ihr mit der Axt auf den Kopf, ins Gesicht und auf den Rücken. Passanten hörten die Hilferufe der Frau und brachten sie in ärztliche Obhut.

Zum Auftakt des Prozesses gab der 32-Jährige an, er habe den Spaten und die Axt mitgenommen, um Bäume auszugraben und daraus Bonsais zu züchten. Die junge Frau sagte, sie verzeihe dem Angeklagten. Sie hätte ihm eine solche Tat nicht zugetraut, da er nie gewalttätig geworden sei. Sie habe unter seinem besitzergreifenden Wesen gelitten.

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