01.12.2016 11:02 |

Novemberzahlen

Erstmals leichter Rückgang bei Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist erstmals seit fünf Jahren leicht zurückgegangen. Ende November waren 429.139 Menschen entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulung - um 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen sank um 1,0 Prozent auf 355.669 Menschen. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung lag bei 9,0 Prozent, wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte.

Die aktuelle Arbeitslosenquote gemäß der internationalen Definition von Eurostat liegt bei 5,9 Prozent. Allerdings handelt es sich bei der Quote um den Oktoberwert. Österreich rangiert damit laut Eurostat vom Donnerstag nur an neunter Stelle in der Europäischen Union, konnte aber gegenüber September ebenfalls einen Rückgang bei den Arbeitslosen verbuchen - damals waren es noch 6,1 Prozent.

Der Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern zum Vorjahr betrug Ende November exakt 968 Menschen. Bei den vorgemerkten Arbeitslosen war Ende November die Zahl um 3624 Menschen (-1,0 Prozent) niedriger als im Vorjahr. "Natürlich ist das nur ein erster Lichtblick, denn angesichts der nach wie vor hohen Zahl an Arbeitssuchenden ist der Arbeitsmarkt von einer Entspannung noch weit entfernt", kommentierte das Sozialministerium die Zahlen.

Weiter steigend ist die Zahl der Beschäftigten, nämlich um 1,6 Prozent auf 3,515 Millionen unselbstständig Erwerbstätige. Während die Arbeitslosigkeit bei Inländern um 6005 Menschen (-2,3 Prozent) auf 250.387 sank, stieg die Zahl der Arbeitslosen ohne österreichische Staatsbürgerschaft um 2381 Menschen (+2,3 Prozent) auf 105.282 weiter an. Bei arbeitslosen Männern gab es einen Rückgang um 1,9 Prozent, bei Frauen legte die Arbeitslosigkeit leicht um 0,1 Prozent zu.

Zahl der Arbeitslosen in Wien und Niederösterreich gestiegen
In den einzelnen Bundesländern war der höchste Anstieg an Arbeitslosen in Niederösterreich mit 2 Prozent Plus zu verzeichnen. In Wien stieg die Zahl der Arbeitslosen um 0,3 Prozent. In den übrigen sieben Bundesländern erholte sich der Arbeitsmarkt etwas, am stärksten verbesserte sich die Lage in Tirol mit 7,0 Prozent weniger Arbeitslosen und in Salzburg mit 5,0 Prozent weniger.

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