29.09.2006 18:12 |

Furchtbare Szenen

Geiselnehmer belästigte wehrlose Schülerinnen

Grauenvolle Details sind nun zur Geiselnahme in einer Schule in Bailey im US-Bundesstaat Colorado vom Mittwoch bekannt geworden: Der 53-jährige Geiselnehmer Duane Morrison (siehe Foto) hat nicht nur eine Geisel, die 16-jährige Schülerin Emily K. erschossen, sondern alle sechs wehrlosen Mädchen in seiner Gewalt belästigt. Aus einem Abschiedsbrief an seine Familie erhofft sich die Polizei Aufschlüsse über die Hintergründe der grausamen Tat, berichtete der US-Sender "CNN".

Vier der sechs ursprünglichen Geiseln hatte Morrison freigelassen, sie erzählten den Polizeibeamten von der sexuellen Belästigung. Um die beiden verbliebenen Mädchen vor weiteren Übergriffen zu schützen, stürmte eine SWAT-Spezialeinheit der Polizei das Gebäude.

Grausame Erinnerungen wurden noch vor Bekanntwerden des Mordes an der 16-jährigen Emily K. wach. Schließlich liegt die Schule nicht weit von der Highschool entfernt, wo im April 1999 zwei Schüler beim Schulmassaker von Columbine zwölf Mitschüler und einen Lehrer töteten.

Eine Geisel konnte entkommen
Der Geiselnehmer hat Emily K. in den Kopf geschossen und sich dann selbst getötet, sagte Sheriff Fred Wegener in Bailey. Das Mädchen starb nach Angaben des Krankenhauses während einer Notoperation in Folge ihrer schweren Verletzungen. Die zweite Geisel konnte dagegen unverletzt aus dem Klassenzimmer entkommen. Der Mann war der Polizei zufolge gegen 11.40 Uhr in ein Klassenzimmer eingedrungen und hatte alle Jungen aufgefordert, den Raum zu verlassen. Der Täter habe behauptet, dass er eine Bombe in seinem Rucksack habe.