Di, 20. November 2018

Neuer Finanzcrash?

01.10.2016 18:47

Aktienkurs im Keller: Zittern bei Deutscher Bank

Der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, schlägt Alarm: "Die Bank ist Gegenstand heftiger Spekulationen. Immer neue Gerüchte führen dazu, dass der Aktienkurs heftigen Ausschlägen unterliegt. Es sind Kräfte unterwegs, die das Vertrauen in uns schwächen wollen", lautet seine Botschaft. Der Aktienkurs der Bank liegt mittlerweile im Keller. Nun beginnt das große Zittern: Setzt sich am Montag bei Eröffnung der Börsen die Talfahrt des Geldinstituts fort?

Cryan gab zu, dass in der Frankfurter Zentrale der Bank die Angst vor einem Finanzcrash umgeht. Vor Ausbruch der großen Finanzkrise, ausgelöst vom Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers vor acht Jahren, lag der Aktienkurs der Deutschen Bank nämlich noch über der 100-Euro-Marke. Vor einem Jahr war die Aktie noch um 28 Euro zu haben, am Freitag fiel der Kurs auf unter zehn Euro.

Internationale Medien ziehen bereits Vergleiche mit dem Absturz von Lehman Brothers und all den katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft. Grund dafür ist, dass mächtige US-Hedgefonds gegen das größte Geldinstitut Deutschlands spekulieren. Cryan unterstrich gleichzeitig, dass die Bank über ein "starkes Fundament" verfüge: Sie erfülle die Eigenkapitalanforderungen und habe Liquiditätsreserven von mehr als 215 Milliarden Euro, was ein "überaus komfortablen Puffer" sei.

Merkel schließt Staatshilfen aus
Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt dazu, dass es nun auch für die deutsche Regierung heikel zu werden beginne. Immerhin könne die Bank in Liquiditätsschwierigkeiten geraten und das Finanzsystem mitreißen. So hat etwa das US-Justizministerium eine Strafe von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) wegen "windiger Geschäfte" angedroht. Kanzlerin Angela Merkel ließ dazu wissen, dass die Deutsche Bank keine Staatshilfe bekommen werde.

Das deutsche Finanzministerium wies am Mittwoch einen Bericht der "Zeit" zurück, wonach die Regierung an Rettungsplänen für die Bank arbeite. "Diese Meldung ist falsch", sagte eine Ministeriumssprecherin.

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