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28.09.2016 09:45

Was Facebook mit den WhatsApp-Nutzerdaten vorhat

Gemäß einer Ankündigung von Ende August will Facebook künftig die Telefonnummer von WhatsApp-Nutzern auswerten sowie Informationen sammeln, wann sie bei dem Chat-Dienst aktiv waren. Es heißt, damit solle vor allem die Werbung bei Facebook personalisiert werden.

Zum anderen solle innerhalb der Facebook-Gruppe auch ein Dienst wie die Fotoplattform Instagram die WhatsApp-Daten nutzen können, um Nutzer zum Folgen vorzuschlagen.

Facebook darf nicht mitlesen
Zugriff auf den Inhalt der Kurzmitteilungen soll Facebook nicht bekommen. Sie seien seit Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr nur für die beteiligten Nutzer selbst sichtbar, auch nicht für WhatsApp selbst.

WhatsApp erklärt zudem, man habe "im Moment" nicht vor, sogenannte optionale Account-Informationen wie zum Beispiel Profilnamen, Profilfoto oder Statusmeldung mit Facebook zu teilen.

WhatsApp soll werbefrei bleiben
Nach den Änderungen soll WhatsApp frei von Online-Werbung bleiben. Zugleich sehen die neuen Bestimmungen zur Kommunikation mit Unternehmen auch vor, deren Nachrichten "könnten Angebote zu etwas enthalten, dass Dich interessiert".

Ein Beispiel dafür könne sein, dass ein Nutzer, der von einer Airline per WhatsApp aktuelle Informationen zu seinem Flug erhalte, bei einer Verspätung auf diesem Wege auch eine Entschädigung etwa in Form eines Lounge-Coupons bekomme. Diese "Angebote" sollen demnach eng an den Kontext der aktuellen Kommunikation gebunden sein.

Bei Datenschützern stoßen Facebooks Pläne naturgemäß auf wenig Gegenliebe. Zuletzt forderte der Hamburger Datenschutzbeauftragte von Facebook, von der Nutzung der WhatsApp-Daten abzusehen, da die Nutzer dem nie zugestimmt hätten. Mehr dazu hier:

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