20.09.2016 17:00 |

"Krone"-Interview

Experte: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt"

Rund 2700 Österreicher müssen derzeit um ihr Erspartes zittern: Wie berichtet, musste das Tochterunternehmen einer Schweizer Anlagefirma, das sich auf Handel mit Edelmetall spezialisiert hatte, Konkurs anmelden. Bis zu zehn Millionen Euro beträgt der Verlust, viele Betroffene stehen vor dem Ruin. Worauf jetzt beim Kauf von Barren und Münzen zu achten ist und warum Gold noch immer die "einzig harte Währung" ist, erklärt Rudolf Brenner, der Chef der Edelmetallexperten von philoro, im Interview.

Kronen Zeitung: Herr Brenner, wie können sich Sparer vor dubiosen Firmen schützen?
Rudolf Brenner: Wichtig ist es, vorab umfassende Informationen einzuholen. Gute Warnhinweise sind überdurchschnittlich hohe Zinsen, intransparente Angebote und Konstruktionen, die hohe Renditen versprechen. Oft ist hier leider nicht alles Gold, was glänzt.

"Krone": Worauf können Sparer bei der Goldqualität achten?
Brenner: Ein Qualitätsmerkmal von Goldbarren ist die LBMA-Zertifizierung - philoro-Barren verfügen beispielsweise über diese Zertifizierung. Dieses Gütesiegel garantiert beim Wiederverkauf einen höheren Preis als nicht zertifiziertes Gold.

"Krone": Wie investiert man am besten in Gold?
Brenner: Regelmäßiges Ansparen macht auf jeden Fall Sinn - jeder kann sich seinen Goldschatz aufbauen. Bei der physischen Veranlagung empfiehlt es sich, auf ein gemischtes Portfolio aus Münzen und Barren mit verschieden Größen zu setzen.

"Krone": Ist Gold derzeit eine attraktive Anlageform?
Brenner: Gold ist die einzig harte Währung, und je mehr sich die allgemeine Verschuldungssituation zuspitzt, umso sinnvoller wird es sein.

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