Atomstreit
Ahmadinejad glaubt an Lösung im Atomstreit
US-Außenministerin Rice äußerte dagegen Zweifel, dass Teheran tatsächlich das umstrittene Programm zur Urananreicherung aussetzen will. Das ursprünglich für Donnerstag geplante Treffen zwischen EU-Chefdiplomat Solana und dem iranischen Chefunterhändler Larijani sei offenbar vom Iran abgeblasen worden, sagte Rice in Washington.
Dies könne als Beleg dafür gewertet werden, dass das Land weiterhin an seinem Atomprogramm festhalte. UNO-Generalsekretär Annan hatte zuvor erklärt, der Iran habe seine Haltung im Atomstreit leicht verändert und lehne ein Aussetzen der Urananreicherung nicht mehr kategorisch ab.
Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms zur Nutzung von Kernenergie heimlich an Nuklearwaffen zu forschen. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Eine Frist des UNO-Sicherheitsrates, die Urananreicherung bis Ende August auszusetzen, hat die Islamische Republik jedoch verstreichen lassen. Über Sanktionen gegen das ölreiche Land sind sich die UNO-Vetomächte uneins.
Kritik an Doppelmoral
Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atombehörde IAEO, Ali Asqar Soltanieh, kritisierte unterdessen die "doppelten Standards", die von der internationalen Gemeinschaft auf den Iran und auf Israel in Fragen der Atompolitik angewandt würden. In einer von der iranischen Nachrichtenagentur Fars am Mittwoch veröffentlichten Rede vor dem IAEO-Gouverneursrat in Wien bekräftigte Soltanieh die Bereitschaft Teherans zu Verhandlungen "ohne Vorbedingungen".
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