Mi, 20. März 2019
03.09.2016 16:28

Bürgerversammlung

Ein „Muren-Gipfel“ der Afritzer

Die Folgen der Murenkatastrophe in Afritz halten weiter alle Beteiligten in Atem. Die Pioniere des Bundesheeres sind die Helden der Bevölkerung. Am Montag wird in einer Bürgerversammlung darüber beraten, wie es weitergehen soll. Das Land entsendet Experten für finanzielle Fragen, etwa das "Nothilfswerk".

"Das Nothilfswerk wird zu 40 Prozent vom Land Kärnten und zu 60 Prozent vom Bund finanziert, und das bis zu einer Höhe von 2.5 Millionen", erklärt Landeshauptmann Peter Kaiser, der in seinem Regierungsressort auch für Katastrophen und deren Folgen zuständig ist. Das Problem an diesem Nothilfswerk: Schäden an Gebäuden, also Sachschäden privater Personen, werden nur zu 30 Prozent abgegolten.

Wie man die Schäden genau protokolliert und deren Abgeltung beantragt, wird in der morgigen Bürgerversammlung durch Experten des Landes erklärt. Kaiser: "Es ist keine Eile nötig, dafür hat man ein halbes Jahr Zeit." Die Zeit sollte man auch nutzen, um mit Versicherungen über die mögliche Deckung der Schäden zu verhandeln. Für die Gemeinde Afritz, deren Infrastruktur ebenfalls erheblichen Schaden genommen hat, wird es Hilfe aus dem Katastrophenfonds geben.

Kaiser: "Wir wollen im Landtag den Regionalfonds so ändern, dass es Überbrückungshilfen für Gemeinden geben kann." Frei nach dem Motto "Es muss erst etwas passieren, ehe etwas passiert" scheint nun auch klar, dass der Tronitzerbach baulich gesichert wird.

LH Kaiser: "Es könnte sein, dass es sich im zweiten Halbjahr 2017 ausgeht."

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