08.09.2006 11:06 |

6,3 Millionen ¿ Beute

Polizei in Guatemala sucht nach Flughafen-Räubern

Einer unüberschaubaren Zahl an Verdächtigen sehen sich die Ermittler nach einem spektakulären Überfall in Guatemala Stadt gegenüber. Mitten auf dem Rollfeld des internationalen Flughafens hatten am Donnerstag drei oder vier schwer bewaffnete Räuber acht Millionen Dollar (umgerechnet 6,3 Millionen Euro) gestohlen. Jetzt werden sowohl Mitarbeiter der Transportfirma als auch Angestellte des Flughafens verdächtigt, an dem Coup beteiligt gewesen zu sein.

"Wir glauben, dass es Leute von innen gibt, die involviert sind. Wie sonst hätten sie wissen können, dass das Geld ankommen und ohne bewaffnete Bewachung zum Flugzeug gebracht werden würde?", erklärte Innenminister Carlos Vielmann sein Misstrauen.

Das ist auch berechtigt, haben die Räuber doch genau jenen Zeitpunkt abgepasst, als der Transporter nur von drei unbewaffneten Personen bewacht auf dem Rollfeld zum Flugzeug unterwegs war - in genau jener Zone, die nicht per Videokameras überwacht wird. Außerdem ist unklar, wie die Banditen Waffen in den angeblich völlig abgeschirmten Bereich schmuggeln konnten. Das geraubte Geld stammt von Privatbanken und war für die US-Notenbank bestimmt.