Fr, 19. Oktober 2018

Internetsperre

26.07.2016 14:41

Streit um die Polizei-Handys

Die Kritik der Polizisten an der Internetsperre durch das Innenministerium schlägt hohe Wellen. Wie berichtet, geben immer mehr Beamte ihr Diensthandy zurück, weil sie es nicht mehr sinnvoll für ihre Arbeit einsetzen können. Für den SP-Sicherheitssprecher Rudolf Schober grenzt das sogar schon an "grobe Fahrlässigkeit".

Die Maßnahme, den Polizisten den Zugang zum Internet zu erschweren, sei nicht zu akzeptieren. Beamte könnten nämlich dadurch über ihre Diensthandys nicht mehr ins Netz einsteigen. Das erschwere etwa die Verbreitung von Fahndungsaufrufen sowie von Fahndungsfotos.

Auch in anderen Bereichen werde ihnen die Arbeit nicht leicht gemacht. Ein Diensthundeführer: "Bei Suchaktionen finden wir oft unbekannte Stoffe oder Medikamente. Wir haben jetzt nur noch über Privathandys die Möglichkeit, im Netz etwas darüber herauszufinden. Oder wir müssen das dann auf der nächsten Dienststelle erledigen."

Schober: "Exekutivbeamte sind gerade jetzt massiv gefordert und arbeiten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Da ist es die Verpflichtung des Dienstgebers, sie so gut wie möglich mit technischen Hilfsmitteln auszustatten. Alles andere wäre grob fahrlässig."

Polizisten beklagen auch andere Ausrüstungsmängel. So gäbe es nicht genügend Schutzhelme, die Schutzwesten seien für manche Einsätze ungeeignet.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.