Urwald-Zerstörung
Regenwald-Zerstörung in Brasilien nimmt ab
Das würde eine Abnahme um elf Prozent im Vergleich zu 2005 (18.790 Quadratkilometer) bedeuten, hieß es. Ministerin Silva berief sich auf Satellitendaten des Weltrauminstituts INPE. Im vergangenen Jahr war die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien sogar um 31 Prozent im Vergleich zu 2004 zurückgegangen. Das war die größte Abnahme in neun Jahren.
"Wir verzeichnen wieder eine Abnahmetendenz, die aber im Gegensatz zu anderen Jahren nicht episodisch ist", beteuerte die Ministerin. Die neuesten Zahlen seien das Ergebnis der Regierungsarbeit. Als sie die Führung das Umweltministeriums übernommen habe, sei ein Anstieg der Zerstörung auf rund 27.000 Quadratkilometer registriert worden, so Marina Silva.
Damit war kurz nach der Amtsübernahme von Staatspräsident Lula da Silva das zweithöchste Niveau aller Zeiten erreicht worden. Die bisher größte Urwaldzerstörungsrate war in Brasilien im Jahr 1995 mit 29.000 Quadratkilometern registriert worden.
Medien relativierten unterdessen die Erfolgsmeldung von Ministerin Silva. Bei der aktuellen Zerstörungstendenz handle es sich immer noch um sehr hohe Zahlen, die bereits in den 80er und 90er Jahren registriert worden seien und unter Umweltschützern Empörung ausgelöst hätten, schrieb die Onlineausgabe der Zeitung "Folha de Sao Paulo".
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