Mo, 20. August 2018

Heftige Unwetter

13.07.2016 22:34

Feuerwehrmänner wurden von Mure mitgerissen!

Heftige Gewitter, begleitet von sintflutartigen Regenfällen und Hagel, zogen am Mittwoch über Kärnten. Und wie Ende Juni traf es auch diesmal Oberkärnten am schlimmsten. In Irschen beschädigte eine Mure insgesamt 30 Häuser. Im Kampf gegen die Naturgewalten wurden zwei Feuerwehrmänner von den Erdmassen mitgerissen.

Durch den Starkregen wurden in Irschen gleich mehrere Hänge unterspült. "Wir sind seit Dienstagabend im Dauereinsatz", berichtet Wolfgang Pichler von der FF Rittersdorf. Zwei Feuerwehrmänner wurden sogar von einer Mure erfasst und knapp 100 Meter mitgerissen. Pichler: "Sie hatten dabei unsagbares Glück und konnten sich nahezu unverletzt aus den Erd- und Geröllmassen befreien."

Die Aufräumarbeiten werden aber noch mehrere Tage andauern. "Wir können nur vorsichtig weitermachen, da die aufgeweichten Hänge noch immer in Bewegung sind", so Kommandant Hans Peter Filzmaier.

Eine riesige Gewitterfront hat am Mittwoch über weiten Teilen Kärntens getobt. Hagel sorgte in Klagenfurt und St. Andrä im Lavanttal für demolierte Fahrzeuge und in den Bezirken St. Veit und Wolfsberg für große Schäden auf Feldern: Nach Angaben der Österreichischen Hagelversicherung wurden 3500 Hektar an landwirtschaftlichen Kulturen zerstört - Gesamtschaden: eine Million Euro!

In ganz Kärnten traten Bäche über die Ufer und fluteten Straßen sowie Keller. Etliche Bäume fielen um und versperrten Straßen. Im Gurk- und Glantal sowie im Gebiet um den Faaker See und im Norden von Klagenfurt waren außerdem mehrere tausend Haushalte ohne Strom. Die Kelag arbeitete auf Hochtouren, um die Schäden zu beheben.

Insgesamt standen gestern 75 Feuerwehren mit mehr als 420 fleißigen Helfern im Unwettereinsatz. Auch heute, Donnerstag sollen noch vereinzelt Regenschauer in Kärnten, Osttirol sowie im Rest von Österreich folgen. Erst am Freitag dürfte sich das Wetter allmählich wieder beruhigen.

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