12.07.2016 22:30 |

Affäre zieht Kreise

Ermittlungen um „Nazi-Plakate“

Plakate und Postwurfsendungen mit Nazi-Vorwürfen gegen einen Schüler in Kärnten sorgen für Aufregung. Nachdem Linksextreme den Burschen als "Identitären-Nazi" öffentlich an den Pranger gestellt und weitere "Enthüllungen" angekündigt haben, ermittelt die Polizei. Der Verfassungsschutz prüft die Causa.

In Postwurfsendungen, auf Plakaten und im Internet haben "antifaschistische Aktivisten" Fotos und persönliche Daten des Schülers veröffentlicht, den sie als Rechtsextremen und Mitglied der "Identitären Bewegung" identifiziert haben wollen. Damit wolle man "Nazistrukturen offen legen", heißt es. Angekündigt wird, dass man künftig noch weitere "Nazis" outen wolle.

Eine Art Selbstjustiz, die immer weitere Kreise zieht - nicht nur im Internet. "Es gibt eine Anzeige. Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutz sind in Kenntnis", heißt es bei der Polizei. Ermittelt werde aber nicht wegen der Nazi-Vorwürfe, sondern wegen übler Nachrede.

In der Schule des Burschen, wo die Plakate ebenfalls aufgeschlagen wurden, ist die Aufregung groß. "Wir haben die Plakate entfernt. Der Schüler hat in der Schule aber kein rechtswidriges Verhalten an den Tag gelegt", erklärt die Direktorin.

Gegen Mitglieder der als rechtsextrem geltenden "Identitären" wird hingegen in einer anderen Causa ermittelt. Nach einer Störaktion auf der Uni Klagenfurt wurden vier Randalierer identifiziert. Es seien noch Einvernahmen ausständig, so die Verfassungsschützer.

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