31.08.2006 16:01 |

Sprengstoff-Attentate

Zwei Tote bei Anschlägen in Thailand

Bei den Bombenanschlägen mutmaßlicher islamischer Rebellen am Donnerstag auf mehr als 20 Banken im Süden Thailands sind jüngsten Polizei-Angaben zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen, 28 weitere wurden verletzt. Die selbst gebauten Bomben seien in Abfalleimern, unter Sitzen oder an Zeitungsständern versteckt gewesen und mit Mobiltelefon-Signalen ausgelöst worden.

22 der insgesamt 30 Banken in der Provinz Yala seien betroffen. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

In der Region kämpfen muslimische Separatisten seit mehr als zwei Jahren für eine größere Autonomie. "Wir haben Berichte der Geheimdienste erhalten, aber wir hatten nicht erwartet, dass sie in Banken zuschlagen würden und am letzten Tag des Monats", sagte der Heereschef der Region, Generalleutnant Ongkorn Thongprasom. "Wir haben nicht geglaubt, dass sie so grausam sein würden."

Behörden konnten Attentate nicht verhindern
Der stellvertretende Ministerpräsident Chitchai Wannasathit erklärte, die Behörden hätten von einem geplanten Anschlag der Rebellen am Donnerstag gewusst. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sei es dann doch zu den Bombenexplosionen gekommen.

Regierungschef Thaksin Shinawatra zeigte sich zuversichtlich, dass die Attentäter bald festgenommen werden könnten. Schließlich verfüge jede Bank über Überwachungskameras. Darauf war nach Angaben der Polizei zu sehen, dass es sich bei mehreren der Täter um Frauen handelte. Die Gewalt in der Region hat seit Anfang 2004 mehr als 1.500 Menschen das Leben gekostet.