23.08.2006 09:16 |

Echt schräg!

¿Ich kann nicht zahlen, weil ich tot bin!¿

Der Umgang vieler Menschen mit dem Finanzamt gestaltet sich mit einer gewissen Komik – bei den einen bewusst, bei anderen unbewusst. Einige Kuriositäten hat nun ein deutscher Finanzbeamter gesammelt und in einem Buch veröffentlicht. Die Bandbreite der Absurditäten, mit denen ein Finanzbeamter konfrontiert wird, reicht dabei von Austrittswünschen bis Kriegserklärungen. Die besten Stilblüten findest du hier!

Allerlei Alltagsabsurditäten sind dem Finanzbeamten Ralf Sikorski in seinem Leben schon begegnet. So zum Beispiel diese: „Ich bin zur Abgabe der angeforderten Steuererklärung nicht verpflichtet, weil ich am 24.12.2002 verstorben bin“. Die Erklärung des Toten war jedoch keine Nachricht aus dem Jenseits, oder der etwas zu offensichtliche Versuch der Vorspiegelung falscher Tatsachen, sondern die Erklärung eines Steuerberaters, der diese Meldung im Namen des Verstorbenen verfasste.

Und auch mit den Tücken mangelhafter Schulbildung werden die Finanzbeamten konfrontiert. So gab ein steuerpflichtiger Fernfahrer seinen Beruf als „elkaweh-fara“ an. Autsch…

Austrittswünsche
Ebenso amüsant der Versuch von Steuerzahlern, aus dem vermeintlichen „Verein Finanzamt“ auszutreten. So schrieb ein in Deutschland lebender Afrikaner an sein Finanzamt, dass er zu seinem Bedauern die Unterlagen zur Steuererklärung zurückgeben wolle: „ Ich habe an diesem, Ihrem Einkommenssteuerdienst, keinerlei Interesse. Bitte streichen Sie meinen Namen aus Ihrer Kundenliste, denn dieses System verwirrt mich und ich weiß nicht, wer Ihnen meinen Namen als Interessenten genannt hat.“ Wenn es doch so einfach wäre…

Aber auch folgendes Austrittsgesuch dürfte bei den Beamten für Schmunzeln gesorgt haben. So schrieb ein Bürger in einem aufwendig selbst gestalteten Austrittsformular als Begründung für seinen Wunsch: „Ich habe schon einmal Steuern bezahlt und es hat mir nicht gefallen!“. 

Kriegserklärung
Statt eines harmlosen Austritts erklärte ein Bundesbürger der Republik Deutschland gleich den Bürgerkrieg, ganz formell, mit Briefen an alle deutschen Finanzämter. Darin hieß es: „Ich lehne die Steuergesetzgebung der Bundesrepublik ab. Ich hasse alle Beamten. Ich fühle mich getreten und gedemütigt. Und bestohlen.“ Kein Kommentar…

Das Material für diese Kuriositäten hat Sikorski gemeinsam mit Mitarbeitern, Studenten, Steuerberatern und Finanzbeamten aus ganz Deutschland in einem Buch gesammelt. Neben echten Briefen und Korrespondenzen aus den Ämtern finden sich auch allgemeine Zitate sowie Sprüche über die Steuer in dem Buch. Der Titel: Wo bitte kann ich meinen Mann absetzen? Stilblüten und Humorvolles rund ums Steuerrecht.

Bestellen kannst du dieses Buch bei uns im Krone.at-Shop (Link siehe Info-Box). Ebenfalls in der Info-Box findest du mehr zum Thema Steuer sowie weitere Stilblüten aus der Versicherungs-Branche.

Montag, 17. Mai 2021
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