Mit dem Rammbock hat die Spezialeinheit "Cobra" eine Tür in Klagenfurt aufgebrochen, um einen Gewalttäter zu fassen. Doch statt des Gesuchten (29) saß in der Wohnung ein ahnungsloses Paar mit seinen beiden Kindern. Die Beamten in Kampfausrüstung hatten sich nämlich in der Tür geirrt.
Die Ehefrau (26) des Tobenden hatte Mittwochabend die Polizei alarmiert, weil sie von ihrem Mann nach einem Streit geschlagen und gewürgt worden war. Dann soll der 29-jährige Slowene ihr auch noch gedroht haben: "Wenn du mich anzeigst, dann bringe ich unseren Sohn um!"
"Die Frau hatte lange Zeit vor der Inspektion gewartet und sich dann doch entschlossen, ihren Ehemann anzuzeigen", so Chefinspektor Erwin Probst. Weil der Slowene als gewalttätig bekannt ist, wurde die Sondereinheit "Cobra" zur Unterstützung geholt.
Da weder das Kind noch der 29-Jährige zu Hause waren, vermuteten die Ermittler, dass dieser sich bei seinem Bruder versteckt hat. Die Ehefrau zeichnete für die Polizisten einen Lageplan, verwechselte dabei aber rechts und links. Daher stürmten die Beamten die falsche Wohnung. Sie entschuldigten sich am Donnerstag bei der geschockten Familie, deren Tür sie aufgebrochen hatten.
Der Slowene wurde nach dem Missgeschick gefasst. Dem Kind geht es gut.
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