25.07.2006 17:05 |

Neu im Job

Wie dein erster Tag kein Reinfall wird

Dein erster Tag im neuen Job, und alles kommt dir vor wie eine einzige, riesengroße Stolperfalle! An wen wende ich mich am besten? Wie habe ich mich zu verhalten? Worauf muss ich achten? Kurz: Was sind die Do's und Don'ts, wenn du frisch in ein Unternehmen eingetreten bist? Krone.at hat gemeinsam mit "jobs Personalberatung" die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt, damit der erste Tag nicht zum Mega-Flop wird.

Pünktlichkeit
Es macht keinen guten Eindruck, wenn du gleich am ersten Tag zu spät im Büro erscheinst, abgehetzt, erschöpft und eine fadenscheinige Entschuldigung von wegen „öffentliche Verkehrsmittel“ oder „Stau“ stammelst. Am besten erkundigst du dich wenige Tage vor deinem Start danach, wann, wo und bei wem du dich für deinen Dienstbeginn melden sollst. Plane alle Eventualitäten ein, wie z.B. Staus, Verspätungen etc. und berechne entsprechende Pufferzeiten, damit sicher nichts schief geht. Aber man kann es auch mit der Pünktlichkeit übertreiben: Keinesfalls solltest du dich bereits eine Stunde vor deinem Arbeitsbeginn beim Empfang anmelden, und damit deine Kontaktperson unter Druck setzen. Denn auch (zur Schau getragene) Überpünktlichkeit zeugt von schlechtem Zeitmanagement, und kann negativ auf dich zurückwirken. Wenn du viel zu früh beim Unternehmen angekommen bist, geh einfach noch ein bisschen spazieren und sieh dir die Umgebung an. Eine Viertelstunde bis zehn Minuten vor deinem Termin kannst du dich dann anmelden. 

Was, wann, wer, wo?
Ein typischer erster Tag in einem neuen Unternehmen startet meist mit einer Unternehmensführung. Dir wird dein Arbeitsplatz gezeigt, deine Kollegen und Vorgesetzten vorgestellt. Du wirst genauer über deinen Tätigkeitsbereich informiert, und erhältst deine ersten Aufgaben. Du erfährst, wo lebensnotwendige Einrichtungen wie Toiletten und die Kantine sind. Auch wirst du mit den Gepflogenheiten vertraut gemacht: wie sieht es mit den Arbeitszeiten aus, wie mit der Mittagspause. Du merkst, welchen Umgang die Mitarbeiter miteinander und mit ihren Vorgesetzten pflegen. Du solltest Fingerspitzengefühl für die Stimmung im Unternehmen zeigen, und dich so gut es geht an die Eigenheiten anpassen.

Augen auf, Ohren auf
Dabei ist es wichtig, dass du dich offen und aufmerksam zeigst. Stelle Fragen, die dein Interesse bekunden. Dabei ist es auch keine Schande einmal nachzufragen, wenn du dir eine Information nicht gleich gemerkt hast – du bist schließlich neu, niemand erwartet, dass du alles sofort weißt. Aber Achtung: keinesfalls gleich am ersten Tag überall nur die Schwachstellen sehen, und ungefragt mit übereifrigen Verbesserungsvorschlägen aufwarten – den Ruf als „Besserwisser“ würdest du dir damit in Rekordzeit verdienen. Du hast noch ausreichend Zeit, um später die Welt aus den Angeln zu heben.  

Offenheit ja – aber überlegt!
Vorsicht auch vor zu rascher Vertrautheit – auch wenn das Du-Wort in deiner neuen Firma gilt, solltest du nicht gleich dein Herz auf der Zunge tragen. Ganz verpönt sind Negativ-Informationen über deinen ehemaligen Arbeitgeber. Auch wenn es für dich triftige Gründe gegeben hat, um deinen alten Job zu kündigen, solltest du das trotzdem nicht jedem auf die Nase binden. Jeder Arbeitgeber würde dich sofort ausschweifend über die Missstände in seinem eigenem Unternehmen sprechen hören. Am besten, du gibst dich auf die Frage nach deinem alten Job eher vage, und sagst, dass du eine berufliche Neuorientierung gesucht hast. Diese Aussage ist diplomatisch, und wirft kein schlechtes Licht auf dich.  

Who is who?
Wichtig ist es herauszufinden, wer welche Position in der Firma einnimmt - offiziell sowie inoffiziell. Bei Personen, die du noch nicht kennst, solltest du mit deinen Fragen oder Aussagen vorsichtig sein. Schließlich kommt es nicht gut, wenn du deinen Chef unbekannterweise danach fragst, ob die Einhaltung von Pausenzeiten kontrolliert wird, oder ob man unbemerkt im Internet surfen kann. Weiters gibt es immer bestimmte Schlüsselpositionen, zu denen du Kontakt pflegen solltest, um an wichtige Informationen zu kommen. So ist häufig der Portier, die Empfangsdame oder die Sekretärin eine wichtige Quelle interessanter Informationen. Weiters solltest du dich in der Mittagspause (sofern dies üblich ist) deinen Kollegen anschließen, um diese besser kennen zu lernen und zusätzliche Informationen zu sammeln. Außerdem plaudert es sich am Mittagstisch einfach leichter und entspannter.  

Ahnenforschung
Wer hat vor dir diesen Job bekleidet? Worauf ist in dieser Position zu achten? Womit kann man sich ganz schnell unbeliebt machen? Wahrscheinlich wird man dir diese Fragen nicht gleich am ersten Tag beantworten (wollen), aber du solltest sie auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, um ein würdiger Nachfolger deines Vorgängers zu sein, oder aber dessen Fehler zu vermeiden. Hab einfach ein offenes Ohr, auch für Zwischentöne, und zeige dich interessiert an der Vergangenheit deines Unternehmens.

Weitere Tipps der Experten von "jobs Personalberatung" findest du in der Info-Box.

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