Alle Hände voll zu tun hatten die Rechtsexperten der Arbeiterkammer Kärnten im Jahr 2015. Es wurden 84.936 Anfragen von Hilfesuchenden gestellt und bearbeitet. Bei 4873 arbeitsrechtlichen und 984 sozialrechtlichen Fällen schritten die Rechtsexperten ein und konnten 13,67 Millionen Euro für die Arbeitnehmer erkämpfen.
Am häufigsten waren die Rechtsexperten für Arbeit und Soziales mit Fragen zur Auflösung von Dienstverhältnissen, Lohnabrechnungen, Entgeltfortzahlung, Elternteilzeit und Karenz konfrontiert. Leider häuften sich im Vorjahr aber auch Anfragen zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz signifikant.
"Die Zahlen sind erschreckend. Bei den 40 Anfragen, die rein von Frauen gestellt wurden, geht es öfters weit über ,Po-Grapscher’ hinaus. Eine Betroffene wurde von ihrem Chef sogar zu sexuellem Kontakt gedrängt. Es besteht dringender Handlungsbedarf", so Rechtsexperte Richard Wohlgemuth bestürzt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.
Der erkämpfte Mammutanteil von 10,8 Millionen Euro wurde beim Insolvenz-Entgelt-Fonds geltend gemacht. Im Vorfeld des Pensionsgipfels der Bundesregierung verweist AK-Präsident Günther Goach darauf, dass sich die AK gegen eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters, Pensionskürzungen und Pensionsautomatik aussprechen wird.








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