17.07.2006 08:02 |

US-Waldbrand

Erstes Todesopfer bei Buschbrand in Kalifornien

Eine Woche nach Ausbruch der schweren Buschbrände in Kalifornien ist das erste Todesopfer zu beklagen. Ein seit mehreren Tagen vermisster Mann sei am Vortag tot gefunden worden. Der Leichnam des 57-jährigen hat Brandverletzungen aufgewiesen. Bisher wurden außerdem elf Menschen - neun Feuerwehrleute und zwei Zivilisten - leicht verletzt.

Trotz unermüdlichem Einsatz hatte die Feuerwehr am Freitag nicht verhindern können, dass zwei Buschfeuer östlich der Millionenstadt Los Angeles eine gemeinsame Flammenfront bildeten.

Das erste Feuer ist nach Angaben der Feuerwehr mittlerweile auf 60 Prozent der Fläche unter Kontrolle. Schlechter sieht es bei dem zweiten Brand aus, der gerade nur zu einem Zehntel gebändigt ist. Es sind ungefähr 2.000 Feuerwehrleute im Einsatz, die Flammen vernichteten bisher 31.000 Hektar Busch- und Waldland. Es handelt sich nach Angaben der Feuerwehr um den größten Waldbrand seit einem halben Jahrhundert.

Feuer wütet seit über einer Woche
Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger hatte am Freitag für San Bernardino den Notstand ausgerufen. Damit können die Bundesbehörden die betroffene Region finanziell unterstützen. Die Behörden ordneten auch die Zwangsevakuierung von hunderten Menschen im Marango Valley östlich von Los Angeles an. Das Feuer war am 9. Juli durch Blitze ausgelöst worden. Es breitete sich in Windeseile in alle Richtungen aus.

Bedroht bleibt unter anderem Pioneertown, wo mehrere Hollywood-Western gedreht wurden. Der Ort etwa 200 Kilometer östlich von Los Angeles war 1946 als Dauerkulisse für Western-Filme errichtet worden. Der letzte Film wurde dort 1995 gedreht.