Plan aufgeflogen
Terroristen wollten Teile Manhattans fluten
Der mutmaßliche Kopf der Gruppe wurde schon vor einem Monat im Libanon festgenommen. Zwei andere Verdächtige sind nach Angaben Kellys ebenfalls in Haft, nach fünf weiteren wird noch gesucht. An den Ermittlungen waren insgesamt sechs Länder beteiligt.
Flutkatastrophe von New Orleans brachte Terroristen die Idee
Nach Informationen amerikanischer Medien wollten die islamistischen Terroristen einen großen Sprengsatz in der Mitte eines oder mehrerer Autotunnel unter dem Hudson explodieren lassen. Die Explosion sollte nicht nur die Tunnel zerstören, sondern auch eine Flutwelle auslösen. Die Terroristen hätten darauf gehofft, dass diese Welle die Südspitze Manhattans mit der Wall Street überschwemmen würde. Angeblich sollen sie durch die Flutkatastrophe von New Orleans im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen sein.
New Yorker Bürgermeister verlangt mehr Geld für Terror-Kampf
„Jedes Mal wenn wir einen Terroristen fassen, hat er einen Stadtplan von Manhattan in der Tasche“, sagte der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. „Weil das eben ein Symbol für Amerika ist.“ Die Stadt brauche deshalb mehr Geld zur Terrorbekämpfung vom amerikanischen Staat. Die New Yorker sollten sich aber nicht verrückt machen lassen: „Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass das Ganze über die Planungsphase hinausgegangen ist“, sagte Bloomberg.
Hätte der Plan überhaupt funktioniert?
Experten, die von den amerikanischen Medien dazu befragt wurden, bezeichneten es als unwahrscheinlich, dass der Terrorplan funktioniert hätte. Zum einen sei der Tunnel durch Stahl und Beton mehrfach gesichert, zum anderen liege der Finanzdistrikt ein ganzes Stück höher als der Fluss.
Terrorgruppe soll Verbindungen zu Al-Kaida haben
Die Polizei kam den Extremisten durch den Austausch von Informationen in Internet-Chatrooms auf die Spur. Die Gruppe des vor einem Monat im Libanon festgenommen Verdächtigen namens Issam Hammud soll Verbindungen zu dem Terrornetz Al-Kaida haben. Fernsehreporter berichteten aus New York, dass die Bewachung der Tunnel verstärkt worden sei.
34 Millionen Autos fahren pro Jahr durch den Tunnel
Die Tunnel werden von der Polizei seit langem zu den meistgefährdeten Zielen gerechnet. Schon 1993 hatte das FBI einen Terroristenring ausgehoben, der Bombenanschläge auf zwei New Yorker Autotunnel geplant hatte. Letztes Jahr fuhren 34 Millionen Autos durch den Holland-Tunnel unter dem Hudson River.
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