Fr, 17. August 2018

Wilders empört

14.01.2016 13:28

Niederlande: Migrantin Vorsitzende des Parlaments

Die aus Marokko stammende Sozialdemokratin Khadija Arib ist neue Vorsitzende des niederländischen Parlaments. Die Zweite Kammer des Parlaments wählte die 55-Jährige am späten Mittwochabend in Den Haag im vierten Wahlgang. Der Rechtspopulist Geert Wilders sprach deshalb von "einem schwarzen Tag in der niederländischen Parlamentsgeschichte".

Wilders hatte eine heftige Kampagne gegen die Sozialdemokraten geführt. Der Kandidat seiner "Partei für die Freiheit" war chancenlos. Arib ist die erste Parlamentsvorsitzende in den Niederlanden mit einem Migrationshintergrund. Sie besitzt auch einen marokkanischen Pass.

Wilders, der im Dezember nach 2010 und 2013 zum dritten Mal zum "Politiker des Jahres" gewählt worden war, darf sich derzeit über hohe Beliebtheitswerte seiner rechtspopulistischen PVV-Partei erfreuen. In der Flüchtlingskrise hält er eine Schließung der Landesgrenzen für die beste Lösung. "Die einzige Möglichkeit mit der Krise umzugehen, ist unsere nationale Souveränität zurückzugewinnen und die Grenzen zu schließen", sagte Wilders im November der Nachrichtenagentur AFP.

Wilders will "nicht für Merkels Dummheit bezahlen"
"Ich verlange nichts Ungewöhnliches, sondern dass die niederländische Regierung wie Ungarn die Türen vor denjenigen schließt, die wir als Migranten und nicht als Flüchtlinge betrachten", sagte der Rechtspopulist. Wilders kritisierte auch Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Willkommenspolitik gegenüber syrischen Flüchtlingen: "Ich denke, das war unprofessionell und sogar verantwortungslos. Wir sollten nicht für die Dummheit von Angela Merkel bezahlen müssen."

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