"Indoktrination"

An Wiens Schulen werben Homosexuellen-Plakate

Österreich
07.01.2016 10:50

Eine bereits im Oktober angekündigt gewesene Plakataktion für alle Wiener Schulen sorgt nun für Wirbel - auch im Parlament. Unter dem Arbeitstitel "Schon gesehen? - Eine fotografische Spurensicherung im Schulhaus" will der Verein "Ausgesprochen" damit auf "schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle" Lehrer hinweisen. Das Team Stronach stellte daher eine parlamentarische Anfrage an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

In der Anfrage des Team Stronach wurden die "Gender-Indoktrinationsplakate" an allen 700 Wiener Schulen stark infrage gestellt und vor allem die fehlende Einbeziehung der Elternvertreter angeprangert.

"Wesentliche Aufgabe schulischer Bildung"
Ministerin Heinisch-Hosek hielt dazu in ihrer Beantwortung fest, "dass die Vermittlung von Werten wie Respekt und Akzeptanz gegenüber andersempfindenden Menschen eine wesentliche Aufgabe schulischer Bildung ist", es sich bei dieser Aktion aber um eine "außerschulische Maßnahme" (also nicht im Unterricht stattfindende, Anm.) handle. Daher würde auch keine zentrale Verantwortung beim Bildungsministerium liegen, sondern die einzelnen Direktoren würden selbst entscheiden, ob sie die Plakate in ihren Schulen aufhängen oder nicht. Mit Ende des Jahres seien die Sujets aber noch nicht einmal an die Bildungseinrichtungen ausgeliefert worden.

Darauf nimmt auch die zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger gegenüber der Gratiszeitung "Heute" Bezug: "Es wird vorab noch ein Seminar geben, um die Lehrer zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, wie die Plakate eingesetzt werden können." Auch sie bestätigte, dass die einzelnen Schulen dann entscheiden könnten, ob sie die Sujets aufhängen oder nicht.

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Aus dem Video-Archiv: Ausschreitungen nach Kundgebung gegen Homo-Ehe

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