Klagenfurt:

Aufregung um “Gagenkaiser”

Kärnten
23.12.2015 16:24

Ein Riesenwirbel trotz Weihnachten herrscht zwischen Stadt Klagenfurt und den Stadtwerken! Denn wie bekannt wurde, kassieren im stadteigenen Unternehmen 44 Führungskräfte fette Jahresprämien von bis zu 50.000 Euro. "Ein Selbstbedienungsladen!", schimpft Stadtchefin Mathiaschitz.

Die Buspläne werden in Klagenfurt aus Spargründen abgespeckt, auch beim desolaten Hallenbad wird um jeden Cent gefeilscht. Nur bei sich selbst sind die Stadtwerke großzügig. So wurde der "Krone" bestätigt, dass es bei 850 Mitarbeitern mittlerweile bereits 92 Führungskräfte gibt, von denen wiederum 44 durch Sonderverträge zu ihren Fixgehältern noch bis zu 50.000 Euro Erfolgsprämien erhalten.

Für Vorstand Romed Karré kein Problem: "Diese Neiddiskussion ist obsolet. Die Führungskräftegehälter entsprechen denen von Vertragsbediensteten in der Stadt."

Er hält Einkünfte von bis zu 165.000 Euro inklusive Pensionsvorsorge vertretbar. "Die Stadtwerke konnten das EGT (Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, Anm.) von 2,75 auf 3,75 Millionen Euro steigern", verteidigt Karré den "vollen Prämienanspruch".

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz will das nicht so stehen lassen: "Mir treibt das die Scham- und Zornesröte ins Gesicht! Die Stadtwerke sind unter freiheitlicher Mitwirkung zu einem Selbstbedienungsladen aufgebaut worden, in dem ich aufräumen werde."

Erstes "Opfer" soll der neue Direktor werden, für den sich 25 Manager beworben haben, 2016 gibt’s ein Hearing: "Er wird auf keinen Fall mehr so viel verdienen", sagt Mathiaschitz.

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