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23.12.2015 16:06

"Soko HCB" bei Justiz gefordert

Kein Weihnachtsfriede im HCB-Skandal: Nach dem "Schock-Jahr" 2015 wird das Umweltdrama viele Görtschitztaler leider weiterhin begleiten. Mit dem Auftauchen neuer Unterlagen fordert ein Jurist jetzt die Einrichtung einer "Sonderkommission Görtschitztal" im Justiz- und Umweltministerium.

Vergangene Woche hatten sich Dutzende Görtschitztaler einer Schadenersatzklage in Höhe von einer Million Euro gegen Verdächtige im HCB-Skandal angeschlossen (wir haben berichtet). Jener Anwalt, der die Anzeige bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft eingebracht hat, erhebt nach Bekanntwerden bislang unveröffentlichter Untersuchungsausschuss-Protokolle jetzt weitere schwere Vorwürfe gegen die Verdächtigen im HCB-Skandal.

"Aus den stenografischen Protokollen haben sich neue Verdachtsmomente ergeben", so Rechtsanwalt Wolfgang List. Für ihn liege ein "dringender Tatverdacht" sowie Verabredungs- und Tatbegehungsgefahr vor, weshalb von der Justiz per Einschreiben entsprechende Schritte eingefordert werden. In Vertretung Dutzender HCB-Betroffener erging gleichzeitig ein Schreiben an den Justizminister, eine "Sonderkommission Görtschitztal" zur Klärung der Causa zu gründen. Vom Land Kärnten wird unterdessen gefordert, die betreffenden Bescheide zur Abfallverbrennung im Zementwerk aufzuheben.

Bei "w&p" beteuert man, alles für eine lückenlose Aufklärung beitragen zu wollen. Der Standort hänge aber stark von Ersatzbrennstoffen ab, so Geschäftsführer Wolfgang Mayr-Knoch. Er hält das "richtige Verbrennen des Mülls" für ökologischer als eine Deponierung.

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