08.06.2006 10:20 |

Wahnsinnig

Polizist wollte Ex-Ehefrau den Kopf absägen

Aus Eifersucht hat ein britischer Polizist versucht, seiner Ex-Ehefrau in aller Öffentlichkeit bei lebendigem Leib den Kopf abzusägen. Vier Millimeter vor einer lebenswichtigen Arterie der Frau konnte der Täter von einem anderen Polizisten gestoppt werden.

Die 43-jährige Lehrerin überlebte die Attacke in der südschottischen Ortschaft Dumfries trotz eines hohen Blutverlustes und einer 15 Zentimeter langen Wunde. Sie ist aber auf Dauer entstellt.

Zeugen erklärten in dem jetzt eröffneten Gerichtsverfahren, der Polizist habe sein Opfer beim Sägen immer wieder angeschrien "Damit kommst Du nicht durch!".

Polizist verkraftet Trennung nicht
Die Frau hatte sich zuvor in ihren Fitness-Trainer verliebt und sich von dem Polizisten getrennt. Die Scheidung war fünf Wochen vor der Bluttat rechtskräftigt geworden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte sich einfach nicht mit der Trennung nach 20 Jahren Ehe abfinden wollen. Immer wieder hat er die Frau und deren neuen Lebensgefährten belästigt. Das Paar hat sich darüber bei den Vorgesetzten des Polizisten beschwert.

Mann plante Enthauptung im Auto
Zeugen sagten am Mittwoch vor dem Obersten Gericht des Bezirkes Dumfries aus, dass der 45-jährige Polizist im September vergangenen Jahres zunächst mit seinem Wagen das Fahrzeug seiner Ex-Frau gerammt hat. Er ist dann mit einer Säge auf den Beifahrersitz gesprungen und hat versucht, die geschockte Frau zu enthaupten.

Wehrloses Opfer traktiert
Das Opfer hat sich verzweifelt gewehrt, berichtete ein Zeuge. Das Gesicht des Täters sei vor Wut ganz verzerrt gewesen. "Die Frau flehte ihn an, sie zu verschonen. Sie rief "Tu das nicht, denk daran, was sie mit Dir machen werden!" Schließlich ist die Frau ohnmächtig geworden. Der Mann hat fast fünf Minuten an ihrem Hals gesägt und darauf eingehackt.

Aufmerksamer Seargent als Retter
Praktisch in letzer Sekunde rettete nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein zufällig vorbei kommender Polizei-Sergeant der Frau das Leben, indem er den Angreifer in die Flucht jagte. Der Retter sagte aus, er habe zunächst gedacht, sein Kollege wolle der Frau nach einem Autounfall helfen und versuche, deren Sicherheitsgurt zu durchtrennen.

Täter erinnert sich angeblich nicht mehr
Zu Beginn des Prozesses hatte sich der Angeklagte noch des versuchten Mordes schuldig bekannt. Nun erklärte der Verteidiger jedoch, sein Mandant habe keinerlei Erinnerung mehr an den Vorfall. Die Verhandlung wurde auf den 5. Juli vertagt.