31.05.2006 11:07 |

Irrfahrt auf A8

Halsbrecherische Geisterfahrt auf der A8

Eine außergewöhnliche Geisterfahrt haben Polizeibeamte in der Nacht auf Mittwoch auf der Innkreisautobahn zu verhindern versucht. Routinemäßig war eine Streife in der Nacht auf Mittwoch zwischen Ried und Haag am Hausruck unterwegs, als der Streifenwagen plötzlich überholt wurde. Auf dritter Spur sozusagen, nur dass diese dritte Spur jenseits der Betontrennwand auf der Gegenfahrbahn war. Ein 35-jähriger Slowake war dort als Geisterfahrer unterwegs, samt Anhänger und auf diesem auch noch ein zwei Tonnen schwerer Geländewagen.

Erst nach 40 Kilometern konnte der Geisterfahrer mit einer Straßensperre aufgehalten werden.   Mit Blaulicht, Folgetonhorn und Handzeichen gelang es den Beamten, den Fahrer auf seinen Irrtum aufmerksam zu machen. Seine Reaktion: Mitten auf der Autobahn drehte er um. 

Geisterfahrer spielt mit Polizisten Katz und Maus
Die Beamten wendeten ebenfalls - allerdings bei einer Abfahrt - und nahmen die Verfolgung auf. Diesmal ging die Fahrt Richtung Passau und beide waren auf der richtigen Fahrbahn unterwegs. Doch der waghalsige Slowake weigerte sich anzuhalten und überholte den Streifenwagen immer aufs Neue. Vorsorglich sperrte die Polizei deshalb die Grenze bei Suben. Aber auch das war ein weiterer erfolgloser Versuch, denn bei der Abfahrt Ort im Innkreis drehte der Slowake erneut um und raste wieder Richtung Wels - auf der für diese Richtung vorgesehenen Fahrbahn. 

Straßensperre mit drei Sattelschleppern
Überholen war für die Beamten zu gefährlich, der Slowake brachte seinen Anhänger immer wieder zum Schlingern. Erst mit einer Straßensperre aus drei Sattelschleppern bei Meggenhofen gelang es, die Fahrt zu Stoppen. Momentan wird der 35-jährige Slowake bei der Autobahnpolizei Ried festgehalten. Ein Alkoholtest fiel negativ aus, zu den Gründen seines halsbrecherischen Verhaltens schweigt er allerdings beharrlich.

Symbolfoto

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