Tief- oder Beischlaf?

Sexlust ist genetisch bedingt - Unlust auch

Wissenschaft
30.05.2006 16:41
Die Menschheit lässt sich in zwei Kategorien einteilen. Ja klar, in Männer und Frauen. Aber abgesehen davon auch in Sexmuffel und Sex-Enthusiasten. Sex liegt uns nämlich in den Genen. Oder auch nicht. Und das schon seit 50.000 Jahren.

Vor entwicklungsgeschichtlich gesehen gar nicht allzu langer Zeit trug es sich also zu, dass eine Genmutation auftrat, die den Homo sapiens, der gerade die Erde eroberte, in zwei Lager teilte. Und noch heute gibt es Probleme, wenn der eine Partner dauernd will – und der andere nicht.

Sexappetit oder heute nicht, Schatz
Natürlich ist die genetische Prädisposition nicht der einzige Grund, wenn jemand mehr Lust auf Tief- als auf Beischlaf hat. Aber das Gen beeinflusst uns tatsächlich, wie israelische Wissenschaftler bei der Untersuchung der genetischen Baupläne von rund 150 Studenten herausfanden. Die Forscher von der Hebrew University in Jerusalem befragten die Probanden zu ihrer sexuellen Lust, wie erregbar sie sind und wie ihr Sexleben überhaupt aussieht. Studenten mit einer bestimmten Genvariante waren tatsächlich lustvoller unterwegs. Ist das Gen mutiert, fällt die horizontale Gier stark gedämpft aus.

Insgesamt gehört ein Drittel der Menschen der Untersuchung zufolge zu den Sexthusiasten, zwei Drittel gewinnen der Liebesakrobatik eher weniger ab.

 

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