Versicherungsbetrug

Chirurg soll sich 4 Finger abgeschnitten haben

Ausland
29.05.2006 16:21
Ein Chirurg aus Deutschland soll sich wegen einer Millionen-Versichungssumme selbst vier Finger abgetrennt haben. Am Dienstag werden vor dem Amtsgericht Zehdenick im deutschen Bundesland Brandenburg Plädoyers und Urteil in dem Verfahren wegen versuchten Betruges erwartet. Der 55-Jährige hat sich nach Meinung der Anklage im Jahr 2001 selbst verstümmelt, um von Versicherungen rund 2,1 Millionen Euro zu kassieren. Dafür habe er einen Unfall mit einer Motorsäge vorgetäuscht.

Nach Worten des Arztes hatte seine Ehefrau mit seiner Hilfe einen Baumstamm durchsägen wollen, sich jedoch vor Hornissen derartig erschreckt, dass sie ins Stolpern geraten sei und dabei mit der Motorsäge die Finger ihres Mannes abgetrennt habe. Die Staatsanwaltschaft geht dagegen von versuchtem Betrug in einem besonders schweren Fall aus. Das Verfahren gegen die Ehefrau findet getrennt statt.

Verletzungen passen nicht zur Motorsäge
An der Motorsäge waren nach Auskunft der Ermittler keine DNA-Spuren gefunden worden. Der Angeklagte hatte angegeben, das Werkzeug nach seinem Krankenhausaufenthalt von Blutspuren gesäubert zu haben. Ein bereits früher von den Versicherungen in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Schluss, dass die Schnitte an der Hand des Chirurgen zu glatt für Verletzungen durch eine Kettensäge seien.

Versicherung hat noch nicht gezahlt
Bisher haben die Versicherungen laut Gericht nicht gezahlt. Für versuchten Betrug in besonders schwerem Fall sieht das deutsche Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor.

Symbolbild

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