Amoklauf in Berlin

Berliner Messerstecher entschuldigt sich

Ausland
31.05.2006 08:26
Nach dem blutigen Amoklauf eines 16-Jährigen in Berlin kursiert unter den Opfern weiter die Angst vor AIDS. Die Zahl der Betroffenen ist auf 41 gestiegen. 33 Menschen trugen bei der Messerattacke Schnitt- und Stichverletzungen davon, acht Personen wurden vom Täter in die Kleidung gestochen oder mit der Faust geschlagen. Der Jugendliche hat sich für die Angriffe entschuldigt.

Der betrunkene Schüler aus dem Berliner Problembezirk Neukölln hatte nach einem Lichtspektakel zur Eröffnung des neuen Berliner Hauptbahnhofes wahllos auf Passanten eingestochen und sechs davon schwer verletzt.

Später stellte sich heraus, dass Opfer und Ersthelfer eine AIDS-Infektion befürchten müssen, da unter den Verletzten eine Person HIV-positiv ist. Gewissheit über eine Infektion mit dem gefährlichen Virus wird es für die Betroffenen erst in sechs Monaten geben.

Viele Betroffene melden sich erst nach HIV-Hinweis
Der Leiter der zuständigen Mordkommission, Klaus Ruckschnat, teilte mit, dass sich noch immer Opfer melden: "Viele sind erst aufgeschreckt worden, als bekannt wurde, dass einer der mit dem Messer Verletzten HIV-positiv war".

Täter bittet um Verzeihung
Vier Tage nach dem Amoklauf hat sich der 16-Jährige entschuldigt und damit die Tat indirekt eingeräumt. Über seinen Anwalt wandte er sich am Dienstag an die Betroffenen: "Im Namen meines Mandanten spreche ich allen Opfern und ihren Angehörigen eine Entschuldigung aus. Mein Mandant bedauert die ihm zur Last gelegte Tat außerordentlich und bittet, ihm zu verzeihen."

Der Jugendliche sitzt in einer Jugendstrafanstalt in Untersuchungshaft - ein offizielles Geständnis ist aber noch ausständig.

Der 16-Jährige war zur Tatzeit stark alkoholisiert, ob auch andere Drogen im Spiel waren, wird noch geprüft.

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