Do, 19. Juli 2018

Im Kaiserpalast

26.04.2006 17:00

Elektroschocks gegen "fremde Fische" in Japan

Im Wassergraben um den japanischen Kaiserpalast haben fremde Fische die Behörden auf den Plan gerufen: Um die schuppigen Eindringlinge aus den von heimischen Karpfen und anderen Tieren bewohnten Gewässern in Tokio fern zu halten, wurde testweise ein neu entwickeltes "Elektroschocker-Boot" eingesetzt. Wie die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" berichtete, jagte das Boot über einen Ausleger 500 Volt Strom durchs Wasser. Daraufhin sei ein Fisch nach dem anderen ohnmächtig an die Wasseroberfläche getrieben, hieß es.

Zwar erwischte es auch manch heimische Karausche oder Karpfen, doch wurden sie wieder ausgesetzt. Die Eindringlinge dagegen wurden nach wissenschaftlichen Untersuchungen weggeworfen.

Von Besitzern ausgesetzt
Allein 530 Sonnenbarsche wurden auf diese Weise herausgeholt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums mitteilte. Der etwa 25 Zentimeter große Fisch sei in den 400.000 Quadratmeter großen Gewässern am Kaiserpalast erstmals im Jahre 1984 entdeckt worden und habe sich seither vermehrt. Immer wieder kommt es vor, dass in Japan exotische Tiere von ihren Besitzern ausgesetzt werden. Solche Eindringlinge bedrohten die natürliche Fauna, hieß es.

Elektroschock-Boote waren zum Schutz der heimischen Gewässer bereits zuvor auf der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaido erfolgreich eingesetzt worden.

Symbolbild

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