Der Countdown läuft! In drei Wochen hat es mit der Beschaulichkeit rund um das Schloss Elmau zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ein Ende – dann quartieren sich für zwei Tage US-Präsident Barack Obama, Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Staatschef François Hollande und vier weitere ihrer Zunft in dem von der Tiroler Grenze nur vier Kilometer Luftlinie entfernten Luxushotel zum G7-Gipfel ein.
Exekutive sieht sich für mögliche Ausschreitungen gerüstet
Für die Polizei heißt dies Alarmstufe Rot: Vor allem deshalb, weil diese Treffs oft von heftigen Ausschreitungen begleitet wurden. "Auf deutscher Seite stehen bis zu 17.000 Polizisten bereit", betont der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bei einer Pressekonferenz in Scharnitz am Freitag.
Bis zu 2100 österreichische Polizisten im Einsatz
Aufgrund der Grenznähe wird man auch in Tirol, vor allem auf dem Seefelder Plateau, vielen Polizisten begegnen. "Lagebedingt werden bis zu 2100 Beamte im Einsatz stehen", erklärt Tirols Landespolizeichef Helmut Tomac. Auch deutsche Beamte werden im Raum Seefeld stationiert sein. Wesentliche Aufgabe der heimischen Polizei sei es, die "Südflanke" abzusichern. Und das wird auch die Bevölkerung zu spüren bekommen. So wird es Kontrollpunkte am Zirler- und Telferberg geben. Zudem werden Einheiten im Grenzgebirge patrouillieren. Einschränkungen wird es auch in der Luft geben, wie etwa für Paragleiter oder Segelflieger. Eine Flugbeschränkungszone im Ausmaß von 55 Kilometer rund um das Schloss Elmau betrifft auch den Tiroler Luftraum. Auf deutscher Seite seien auch temporäre Grenzkontrollen und eine Sperre der Bahnlinie zwischen Garmisch und Mittenwald möglich.
Bilderberg: Demonstrationen mit bis zu 3000 Teilnehmern
Verschärft wird die Lage durch die gleich im Anschluss stattfindende Bilderberg-Konferenz in Telfs, zu der sich internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft & Co. treffen. Es gebe im Rahmen dieser Tagung bereits drei angemeldete Demonstrationen mit bis zu 3000 Teilnehmern.
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