Der Kärntner Stützpunkt der "Air Rescue Austria GmbH" (ARA) befindet sich seit 2002 in Fresach. Bei einer Einsatzbereitschaft von 365 Tagen im Jahr fliegt die vier Mann starke Crew mit dem "RK 1" durchschnittlich drei Einsätze am Tag.
Die Notarzthubschrauber der ARA-Flugrettung sind österreichweit die Einzigen mit einer modernen Rettungswinde, und genau das ermöglicht der Crew, Personen aus noch so schwierigen Lagen zu retten.
"Die Winde hat eine Seillänge von 90 Meter und eine Zuglast von 270 Kilogramm. Dadurch können wir sowohl im alpinen Gelände als auch im Ortsgebiet bergen", erklärt Pilot Jürgen Würtz, der seit 2011 auch Leiter des ARA-Stützpunktes in Kärnten ist. Weil die Winde jährlich bei rund 60 Einsätzen benötigt wird, bedarf es natürlich eines regelmäßigen Trainings. Würtz: "Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst werden alle unsere Crew-Mitglieder jeweils an zwei Tagen theoretisch und praktisch geschult."
Neben der klassischen Bergesack-Bergung üben die Piloten, Notärzte, Windenoperator und Flugretter daher auch die Kapperbergung, bei der der Verunglückte noch am Seil in einer Felswand hängt. Diese Bergung stellt insofern eine Herausforderung für den Piloten dar, da der Hubschrauber für kurze Zeit über das Kletterseil an den Berg "gefesselt" ist und damit nicht beliebig manövriert werden kann. "Ein erfahrenes und gut eingespieltes Team ist hierbei also überlebenswichtig", meint Würtz.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.