Oma überfallen

Haft für 14-Jährigen

Kärnten
13.05.2015 17:22
Familien-Intensivbetreuung, Bewährungshilfe, Streetworker, Sozialarbeiter. Sogar von der Jugendnotschlafstelle schaut ein Mitarbeiter vorbei, als Mittwochvormittag drei Jugendlichen wegen Raubes der Prozess gemacht wird: Denn die drei – nennen wir sie Luis, Peter und Gerald – sind Sorgenkinder, vor allem Gerald, der mit knapp 14 schon zum zweiten Mal vor dem Richter sitzt.

Kinder – das ist der erste Eindruck von dem Trio, das Richter Uwe Dumpelnik erklären muss, warum es Ende März in Klagenfurt eine

84-Jährige am Gehstock ausgeraubt hat. Doch diese Kinder haben es faustdick hinter den Ohren. Gerald etwa ist 14, schwänzt die Schule und wurde bereits verurteilt, weil er einen anderen Schüler bedroht hatte. Seine Cousins Luis und Peter, 17 und 16, leben teilweise auf der Straße. Der eine hat eine Lehre geschmissen, weil "ich Putzen verweigert hab", der andere flog raus, weil er verschlief.

Aus Geldsorgen wurde daher ein Raub auf offener Straße begangen. Das Opfer war die eigene Oma. "Das war Zufall. Wir haben sie erst gar nicht erkannt", beteuern die drei unisono.

Urteile: Bedingte Strafen für die Brüder, der jüngste muss drei Monate hinter Gitter.

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