Ohne Geld aus Wien:

Baubranche drohen 800 Arbeitslose

Kärnten
13.05.2015 17:13
Weil es der Kärntner Bauwirtschaft zunehmend schlechter geht, appellieren die Sozialpartner gemeinsam an den Bund, den 343 Millionen Euro Kredit endlich freizugeben. "Ergebnisse und Handlungen müssen jetzt schnell folgen", fordert IV-Präsident Christoph Kulterer. Sonst drohen 800 zusätzliche Arbeitslose.

Vertreter von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖGB, Landwirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Gewerkschaft Bau und der Kammer der Ziviltechniker formulierten am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz eine klare Botschaft. "Man darf Kärnten nicht hängen lassen. Wir appellieren eindringlich an die Verantwortlichen, die Unsicherheit vom Land zu nehmen!", so AK-Präsident Günther Goach.

Konkret handelt es sich bei der Resolution, die der Bundes- und Landesregierung übergeben wird, um die Forderung, den Zahlungsstopp des Bundes so rasch wie möglich zu beenden. Außerdem müssten Reformpläne umgesetzt und 150 Millionen Euro Baubudget freigegeben werden.

Die Bauwirtschaft bildet 30 Prozent aller Kärntner Lehrlinge aus und gehört somit zu den größten Ausbildern in Kärnten. Der Branche drohen 800 Arbeitslose, wenn der Ausgabenstopp nicht bald beendet wird.

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