Die Kriminalisten hatten die Gruppe – bestehend aus Serben, Kosovaren und Albanier – bereits seit Oktober letzten Jahres im Visier. Laut derzeitigem Ermittlungsstand sollen die Verdächtigen im Großraum Innsbruck ein Viertel Kilogramm Kokain sowie jede Menge Amphetamine in Umlauf gebracht haben.
500 Euro pro Person
Das ist aber bei weitem noch nicht alles, was die Bande auf dem Kerbholz hat. Sie soll nämlich auch dick im Schlepper-Geschäft vertreten sein. Bisher weiß die Polizei von sieben Illegalen aus dem Kosovo, die die Gruppe von Ungarn über Österreich nach Deutschland geschleppt haben soll. Pro Person hätten die Ganoven 500 Euro verlangt. Zudem konnten die Beamten den Verdächtigen die Organisation einer Scheinehe sowie die Fälschung vieler Wettscheine nachweisen.
Verdächtiger versteckte sich in Couch
Vergangene Woche klickten dann die Handschellen. Unterstützt vom Einsatzkommando Cobra und von Spürhunden führten Beamte des Stadtpolizeikommandos mehrere Hausdurchsuchungen durch. Dabei konnten insgesamt zehn Personen festgenommen werden. Ein Verdächtiger wollte sich wohl der Festnahme entziehen und versteckte sich in einer Couch – er konnte aber von einem Polizeihund aufgespürt werden. Ein verdächtiger Albaner habe sich bereits wieder in den Kosovo abgesetzt – gegen den Flüchtigen liege ein Aufenthaltsverbot für Österreich vor.
Verdächtige teilweise geständig
Bei den Hausdurchsuchungen wurden insgesamt 60 Gramm Kokain mit einem Gesamtwert von rund 6000 Euro sowie Bargeld in Höhe von 2000 Euro sichergestellt. Laut Polizeiauskunft zeigten sich die zehn Verdächtigen zu den Vorwürfen teilweise geständig. Sie sitzen in der Innsbrucker Justizanstalt in U-Haft.
200 Drogen-Abnehmer wurden ausgeforscht
Weiters konnte die Polizei rund 200 Personen ausforschen, die Drogen von der Bande gekauft haben sollen. Sämtliche Verdächtige werden nach weiteren Erhebungen bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.
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