11.04.2006 08:34 |

Rekord-Hochwasser

Hochwasser-Lage weiter angespannt

Trotz sinkender Wasserstände der Elbe bleibt die Lage in den Hochwassergebieten der deutschen Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein weiter angespannt. Tausende Helfer waren auch in der Nacht auf Dienstag unermüdlich im Einsatz.

In Dannenberg kämpfen die Helfer vor allem gegen die Gefahr aufweichender Deiche. In Hitzacker stand das Wasser der Elbe in der Nacht bei 7,50 Meter, die Altstadt ist nach wie vor überflutet. Am Sonntag waren noch 7,63 Meter gemessen worden, 13 Zentimeter mehr als bei der Jahrhundertflut 2002. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg stand die Elbe Dienstagfrüh bei einem Pegel von 9,01 Meter und damit neun Zentimeter niedriger als am Montag.

Menschen in Niedersachsen, deren Wohnungen durch das Hochwasser zerstört sind, können ab sofort Hilfe vom Land beantragen. Insgesamt stehen fünf Millionen Euro bereit.

Die Einsatzleitung im schleswig-holsteinischen Lauenburg rechnet damit, dass sich die Anstrengungen zum Schutz der historischen Altstadt direkt am Elbufer noch bis zum Wochenende hinziehen werden. Das unerwartet hoch auflaufende Hochwasser hatte die Menschen in Lauenburg überrascht. Weil sich die zuständige Hochwasserzentrale in Sachsen-Anhalt in der vergangenen Woche verschätzt hatte, habe man keine besseren Prognosen geben können, erklärten die Behörden.