Für den guten Zweck
Weltraum-Tourist vermarktet Wein aus All
"Wir wissen nicht, was schief ging, aber als wir sie in Südafrika erhielten, waren sie beide abgestorben", sagte Carin Botha der südafrikanischen Zeitung "Sunday Times".
Keine Rebstöcke, aber Flaschen-Etiketten
Botha ist Marketing-Managerin von Olsens Weingut "La Vinette" im südafrikanischen Städtchen Paarl. Trotz des Fehlschlags mit den Rebstöcken aus dem All hat sie zur Zeit jede Menge Nachfragen nach Wein mit All-Flair zu beantworten. Denn der 60 Jahre alte Wein-Fan Olsen schlägt aus seinem Ausflug zur Internationalen Raumstation nun wenigstens für wohltätige Zwecke Kapital. Neben den Rebstöcken hatte er auch noch 500 Weinflaschen-Etiketten dabei. Mit dem offiziellen Stempel der Raumstation versehen, zieren sie nun unter anderem edle Tropfen vom Kap. "Diese Flaschen stehen nicht zum Verkauf und werden einzig und allein für Benefiz-Veranstaltungen genutzt", sagt Botha.
Die Nachfrage hält sich bisher noch in Grenzen
Je eine Flasche mit Cabernet Sauvignon sowie der südafrikanischen Rebsorte Pinotage von seinem 180 Hektar großen Gut brachten zusammen gerade mal 2600 Rand (360 Euro) bei einer Auktion ein. Doch spätestens Anfang April, da sind sich die Experten sicher, dürfte das Interesse am "Wein mit dem Weltraumsiegel" steigen. Denn dann kommt zur Internationalen Weinmesse jede Menge Fachpublikum nach Kapstadt. Ob auch Olsen dabei sein wird, der sich zur Zeit mit den Co-Raumfahrern Sergej Krikaljow (Russland) und John Phillips (USA) am Kap aufhält, ist noch unklar.
Symbolfoto: Martin Jöchl
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