06.03.2015 07:51 |

Stufe 2 folgt noch

Großbanken bestanden ersten US-Stresstest

Die US-Notenbank Federal Reserve sieht die größten Geldhäuser in Amerika krisenfester aufgestellt als in der jüngeren Vergangenheit. Alle 31 Großbanken bestanden den ersten Teil des jährlichen Stresstests der Finanzaufseher, wie die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse zeigen. Die Notenbank hatte den Stresstest 2009 eingeführt, nachdem das Finanzsystem in der Krise zuvor beinahe kollabiert wäre.

Im ersten Teil konnten alle Finanzinstitute die geforderte Kernkapitalquote von fünf Prozent vorweisen. Der Stresstest ist eine Lehre aus der Finanzkrise, in der Großbanken wie die Citigroup und die Bank of America schwankten und vom Staat gerettet werden mussten. In dem Gesundheitscheck prüft die Fed nun regelmäßig die Kredit- und Anleihen-Portfolios der Institute auf ihre Krisenfestigkeit. In einem zweiten Schritt müssen die Geldinstitute zudem ihre Pläne zur Auszahlung von Dividenden und Aktienrückkäufen von der Fed absegnen lassen. Diese Ergebnisse werden am 11. März veröffentlicht.

Bei diesen ausführlicheren Ergebnissen kommen die internen Kontrollen und das Risikomanagement der Banken ebenfalls auf den Prüfstand. Auch die US-Tochter der Deutschen Bank hat erstmals an der Prüfung teilgenommen, bei der die Fed untersucht, wie robust die Kapitalausstattung der Finanzkonzerne in simulierten Krisenszenarien wäre. Ob die Deutsche Bank auch die zweite Stufe des Tests besteht, gilt als ungewiss. Am Markt wird zudem spekuliert, dass auch die spanische Banco Santander scheitern könnte.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.