Perfekte Hilfeleistung hat viele Gesichter. Auch heuer sagt die „Krone-Niederösterreich“ zehn Herzensmenschen für ihren Einsatz ein Dankeschön. Hier lesen Sie mehr über die zehn ausgezeichneten Personen.
Es ist schon gelebte Tradition: Seit sechs Jahren zeichnet die „Niederösterreich-Krone“ gemeinsam mit dem Freiwilligecenter NÖ freiwillige Helfer und ehrenamtlich tätige Landsleute aus.
Nach einem Hornissenstich in seinem Garten in Imbach erlitt Josef Brunner einen anaphylaktischen Schock und verlor das Bewusstsein. Seine achtjährige Tochter Lilly Brunner reagierte sofort uns sprach, als der Papa nicht mehr konnte, mit der Notrufzentrale. Gleichzeitig alarmierte sie mit ihrer Smart-Watch auch die Mama, die sich in ihrer Ordination in Rohrendorf aufhielt. Während diese sofort nach Hause raste, holte ihre Tochter noch die Fernbedienung des Tores, um den Einsatzkräften raschen Zugang zu ermöglichen. Als die Mutter ankam, wies die Volksschülerin gerade das Rettungsteam ein. Die Mama, die als Ärztin tätig ist, konnte rasch mit einer Injektion helfen, dann ging es mit dem Rot-Kreuz-Wagen ins Klinikum Krems.
„Mir ist wichtig, dass ich jenen helfe, denen es nicht so gut geht“ ist ihr Motto. Auch sie hat das Retten und Hilfe leisten im Blut: Verena Mosgöller aus St. Oswald macht rund 4000 Stunden freiwillig als Sanitäterin Dienst. Gleichzeitig ist sie auch als Rot-Kreuz-Jugendleiterin in Pöggstall tätig. Die Jugendgruppe – ungefähr 20 bis 25 Kinder – ermöglicht jungen Menschen, soziales Engagement sowie wertvolle Kenntnisse in der Ersten Hilfe zu erlernen. Gleichzeitig kommen Spiel und Spaß aber nicht zu kurz. Auch hilft sie bei der Suche nach freiwilligen Blutspendern und bei Veranstaltungen der Hilfsorganisation rund um die Uhr mit.
Er ist einer dieser Menschen, die einfach immer da sind und ohne lange zu zögern anpacken: Manfred Breuer aus Ungerndorf hilft überall in seinem Heimatort – sei es beim Rasenmähen am Sportplatz oder bei der Unterstützung von älteren Leuten. Auch Reinigungsarbeiten und Instandhaltungen am neuen Spielplatz gehören bei ihm einfach dazu. Als engagierter Mesner und Kassier im Pfarrgemeinderat ist er ebenfalls aktiv. Manfred Breuer unterstützt außerdem tatkräftig die Arbeitseinsätze des Dorferneuerungsvereines, so half er bei der Sanierung der desolaten Friedhofsmauer.
Immer für alle da ist Herta Wolf aus Schrattenberg. Liebevoll betreut sie ihren erwachsenen Sohn, und das rund um die Uhr. Sie ist aber auch „Leihoma“: ein kleiner Junge im Volksschulalter darf bei ihr zu Mittag essen und gemeinsam machen sie die Hausaufgaben. Sie hilft überall, wo sie gebraucht wird. Auch im Ort – von der Pflege der Grünflächen beim Feuerwehrhaus, Friedhof und bei der Kirche bis hin zur Durchführung eines Adventmarktes mit Produkten des Kolpingheims Poysdorf.
Christian Kohl aus Tulln an der Donau organisierte den NÖ Frauenlauf. Daraus wurde „Laufen gegen Krebs“. Was als reines Sportevent begann, hat sich zu einer Herzensangelegenheit entwickelt. Nach persönlichen Schicksalsschlägen sammelt er Spenden, um Stammzellen-Registrierungen und den Kampf gegen Krebs zu finanzieren. Fast eine Million Euro kamen so schon zusammen. Im Jahr 2022 konnte so ein Menschenleben gerettet werden.
Fußball und Inklusion sind sein Leben und seine Leidenschaft: Lukas Horner aus St. Valentin ist seit einer Kindheit tief im SC Sankt Valentin verwurzelt. Im Jahr 2023 übernahm er dann die Funktion des Jugendleiters und zeichnet seither als Trainer für die Altersklassen U6, U7, U8 und U11 verantwortlich. Sein unermüdlicher Einsatz prägt die gesamte Nachwuchsarbeit des Vereins nachhaltig.
Sein gesellschaftlich wertvollstes Projekt startete er im Herbst 2025. Mit den „Lucky Kickers“ inszenierte er ein reines Inklusionsfußball-Projekt: Kinder und Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung können aktiv am Vereinsleben teilnehmen, somit wird gemeinsames Erleben möglich gemacht.

Seit Jahren setzt sich Gabriele Drechsler aus Rosenburg-Mold dafür ein, Streunerkatzen zu impfen, zu kastrieren und zu füttern – damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren. Sie kämpft dafür, dass die Teilnahme am Landesprojekt „Kastriere 1, rette 100“ für Gemeinden zur Pflicht wird. Dabei übernimmt das Land zwei Drittel der Kastrationskosten, rund 20 € pro Katze müssten die Gemeinden übernehmen.Eine entsprechende von ihr initiierte Petition erhielt jedoch zu wenige Unterschriften. So hilft die Pensionistin ihm Rahmen ihrer eigenen finanziellen Möglichkeiten.
Seit 30 Jahren ermöglicht Franz Brachinger, ehemaliger Vizebürgermeister aus Ybbs an der Donau, dass Tschernobyl-Kinder zu Besuch und zur Erholung in seine Heimatstadt im Bezirk Melk kommen können. Heuer waren 21 Kinder mit drei Betreuern, zwei Krankenschwestern und einer Ärztin zu Gast. Mit dabei Kristina Kovaöevska (13) – bereits das 500. Gastkind aus Charkiw in der Ukraine. Franz Brachinger sorgt nicht nur für die nötigen Quartiere, sondern auch für die verschiedensten Aktivitäten für die Kinder samt tollem Ausflugsprogramm.
Stefanie Gruber aus St. Pölten ist seit 25 Jahren im Raum St. Pölten ehrenamtliche Hospiz- und Trauerbegleiterin mit ganzem Herzen, viel Einfühlungsvermögen und Liebe zu den Menschen. Seit 2010 engagiert sie sich auch als ehrenamtliche Referentin beim Projekt „Hospiz macht Schule“ und findet auch zu Kindern und Jugendlichen immer einen Zugang. Stefanie Gruber schenkt Menschen in ihrer letzten Lebensphase und in der Trauer sehr viel Zeit und Zuwendung.
Ernst Sprenger ist seit heuer der neue Bademeister und die gute Seele im Freibad der Marktgemeinde Gutenstein. Er agiert so umsichtig, als würde das Bad sozusagen ihm selbst gehören. Aber es ist ein Dienst zum Wohle der Allgemeinheit. Ab 6 Uhr früh ist der Pensionist bereits im Bad, bereitet alles vor und bringt das Bad auf Hochglanz. Er „sieht“ auch die Dinge, die repariert und verbessert werden müssen und erledigt diese Arbeiten auch gleich selbst. Auch technische Neuerungen hat er eingeführt: Durch seine Initiative und Ideen konnte der Energieverbrauch im Bad deutlich reduziert werden.
Dies ist die Riege der Top-Ten-Herzensmenschen des Jahres 2026, die für ihren selbstlosen Einsatz und für ihre Liebe zu den Menschen bei der „Krone“-Herzensmensch-Gala im Landhaus St. Pölten am Freitag geehrt wurden. Sie haben ihre Trophäe wahrlich verdient!
Dies ist die Riege der Top-Ten-Herzensmenschen des Jahres 2026, die für ihren selbstlosen Einsatz und für ihre Liebe zu den Menschen bei der „Krone“-Herzensmensch-Gala im Landhaus St. Pölten am Freitag geehrt wurden. Die Preise übergaben „Krone“-Herausgeber Dr. Christoph Dichand, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, „Krone“-Geschäftsführer Clemens Schwaiger, Landtagspräsident Carlo Wilfing, „Kone“-Redaktionsleiter Lukas Lusetzky und Kulturregion-Geschäftsführer Martin Lammerhuber.
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